Erworbene Penisverkrümmung - Alles zu Kosten, Ablauf und Risiken. ✅

Alle Informationen zur Erworbenen Penisverkrümmung

Die erworbene Penisverkrümmung ist, wie der Name bereits verrät, nicht von Geburt an vorhanden, sondern entwickelt sich im Lauf des Lebens. Häufig tritt diese Form der Penisverkrümmung plötzlich, mit oder ohne begleitenden Schmerzen auf.


Hier findest du alle Antworten auf Deine Fragen zur erworbenen Penisverkrümmung. Wer sind die Experten, welche Risiken gibt es und wie hoch sind die Kosten?

Wie häufig kommt die erworbene Penisverkrümmung vor?

Aufgrund der vorliegenden Tabuisierung des Themas sind keine genauen Daten vorhanden, wie oft diese Erkrankung auftritt. Es wird jedoch angenommen, dass die Erkrankungsrate zwischen 10-20% liegt. Fest steht, dass es sich bei der erworbenen Penisverkrümmung um keine seltene Erkrankung handelt, jedoch wird ihre Existenz und die daraus resultierenden Probleme von den Patienten und auch von Medizinern häufig nicht rechtzeitig bemerkt beziehungsweise behandelt. Die Penisverkrümmung tritt in der Regel ab dem 45. Lebensjahr auf, allerdings kann es in seltenen Fällen auch schon in jungen Jahren zu dieser Erkrankung kommen.

Was ist die Ursache für die Entwicklung einer erworbenen Penisverkrümmung?

Es gibt diverse Gründe, die zu der Entwicklung einer erworbenen Penisverkrümmung führen können. Es gibt genetisch prädisponierte Männer, bei denen im Rahmen einer Mikroverletzung am Penis eine überschießende Heilung am Schwellkörper auftritt, welche dann zu Knoten führen kann. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Verletzungen während des Geschlechtsverkehres die Hauptursache für eine erworbene Penisverkrümmung sind. Eine erworbene Penisverkrümmung tritt vor allem bei Patienten mit folgenden Risikofaktoren auf:
  • Diabetes mellitus
  • Bindegewebserkrankungen: Morbus Ledderhosen, Morbus Dupuytren
  • Familiäre Prädisposition für eine erworbene Penisverkrümmung

Mit welchen Symptomen muss man bei einer erworbenen Penisverkrümmung rechnen?

Typische Symptome sind:
  • Schmerzen im Penis
  • Tastbarer Knoten am Penisschaft
  • Beginnende Penisverkrümmung
  • Penislängenverlust
  • Einkerbungsdefekte
  • Erektile Dysfunktion
  • Instabilität der Penisachse
Der Schweregrad jedes einzelnen Symptoms kann unterschiedlich sein. Ebenso müssen nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten beziehungsweise vorhanden sein.

Wie sieht der Krankheitsverlauf einer erworbenen Penisverkrümmung aus?

Die erworbene Penisverkrümmung kann unterschiedliche Krankheitsstadien und Ausprägungen aufweisen, weswegen hier zwei Phasen unterschieden werden:
  • akute Phase – in dieser Phase der Erkrankung kommt es zur Bildung der Plaques entlang des Penisschafts und der damit verbundenen Veränderung des Penis. In dieser Phase kommt es ebenfalls zur Verkrümmung des Penis, der Entstehung von Einkerbungsdefekten und einem Verlust der Penislänge. 40% der betroffenen Männer berichten in dieser Phase von Schmerzen im erigierten und schlaffen Zustand des Penis. Eine eindeutige Strategie zur Therapierung der Symptome kann in der akuten Phase nicht eingesetzt werden, da sich die Penisverkrümmung in dieser Phase noch verändern kann. Aus Studien geht hervor, dass in ca. 40-50% eine Verschlechterung der Verkrümmung zu erwarten ist, in 40% bleibt die Verkrümmung von Beginn der Erkrankung an stabil und in ca. 10-15% kommt es spontan zu einer Reduktion der Verkrümmung.
  • chronisch stabile Phase – sobald die Schmerzsymptomatik rückläufig ist und sich der Verkrümmungsgrad nicht mehr allzu stark verändert, kann von der stabilen Phase der Erkrankung gesprochen werden. Um die chronisch stabile Phase richtig zu diagnostizieren, sollten für mindestens drei Monate keinerlei Veränderungen der Penisverkrümmung wahrgenommen werden. Diese Phase tritt in der Regel zwölf Monaten nach Beginn der Erkrankung ein, kann jedoch auch früher beziehungsweise später auftreten.

Wie behandelt man eine erworbene Penisverkrümmung?

Wenn sich der Patient noch in der akuten Phase befindet, stehen ihm eine Vielzahl von konservativen Behandlungsoptionen zur Verfügung. Diese versprechen jedoch nur bis zu einem gewissen Grad eine Symptomlinderung. Eine Auflösung der Plaques kann durch die konservativen Methoden nicht erreicht werden. Folglich bleibt auch die Penisverkrümmung meist bestehen. Sobald die chronische Phase erreicht wurde, kann auch über eine operative Korrektur nachgedacht werden. Alternativ zu einer konservativen Therapie kann eine Injektionstherapie erfolgversprechend sein, bei der diverse Präparate zur Verfügung stehen und in die Plaques injiziert werden können. Das Ziel der Injektionstherapie ist es, durch die injizierten Substanzen die Plaques aufzulockern und so eine Verbesserung der Penisverkrümmung zu erlangen.

Kann eine erworbene Penisverkrümmung vollständig begradigt werden?

Ja, dieses ist auf jeden Fall möglich. Allerdings muss hierfür meist eine operative Begradigung des Penis vorgenommen werden.

Welche Operationsverfahren stehen für die Korrektur der erworbenen Penisverkrümmung zu Verfügung?

Prinzipiell gibt es folgende Therapieoptionen:
  • Penisverkürzende Operationsmethoden (z.B. Rafftechnik nach Nesbit bzw. dessen Modifikationen)
  • Penislängenerhaltende Operationsmethoden (z.B. Inzisions und Grafting Methode z.B nach Egydio)
  • Implantation einer Penisprothese (bei starken Penisverkrümmungen kombiniert mit einer Potenzstörung)
Die Wahl der Operationsmethode hängt von dem individuellen Fall ab und ist vom Ausprägungsgrad der Verkrümmung und den Begleiterscheinungen der erworbenen Penisverkrümmung, insbesondere von der erektilen Dysfunktion (Potenzstörung), abhängig.

Ab welchem Zeitpunkt ist bei der Korrektur einer erworbenen Penisverkrümmung eine Penisprothesenimplantation von Nöten?

Sollte neben einer erworbenen Penisverkrümmung (Penisdeviation) ebenfalls eine erektile Dysfunktion vorliegen, welche sich im Zuge der Behandlung als therapieresistent herausstellt, so ist der Patient kein Kandidat für eine gewöhnliche Begradigung des Penis. Es kann dadurch zwar die Verkrümmung (Deviation) begradigt werden, allerdings haben diese Therapiemethoden keinen Einfluss auf die Problematik der fehlenden Potenz. Liegt ein solcher Fall vor, dann wird die Korrektur der Verkrümmung mit einer Penisprothese kombiniert. Diese Form der Therapie hat meist bei ausgeprägten Penisverkrümmungen eine deutliche Reduktion der Länge zur Folge, weshalb betroffene Männer stets über mögliche verlängernde Maßnahmen aufgeklärt werden sollten. Die dafür verwendeten Methoden, wie die „MOST“ (modified sliding technique) oder „Sliding“-Technik, sollten dabei erläutert werden. Bei der Anwendung dieser Verfahren kann ein erfahrener Chirurg im Rahmen der Penisprothesenimplantation den Penis verlängern und dabei einen Längengewinn von bis zu fünf Zentimetern erzielen.

Welche Behandlungsoption sollte der Vorzug gegeben werden?

Die optimale Behandlungsoption für den jeweiligen Patienten muss der Spezialist, nach einer ausgiebigen Begutachtung des vorliegenden Falles festlegen. Werden austherapierte Potenzstörungen im Rahmen der Anamnese erhoben, so ist von einer Penislänge erhaltenden Operationsmethode Abstand zu nehmen. Hierbei sollte die Implantation einer Penisprothese in Betracht gezogen werden.

Worauf belaufen sich die anfallenden Kosten?

Die Kosten beginnen im Durchschnitt bei 4.900 Euro und richten sich je nach individueller Technik und Ausgangssituation.

Das Wichtigste zur Behandlung einer erworbenen Penisverkrümmung kurz zusammengefasst:

  • Nicht wenige Männer leiden unter den Einschränkungen einer erworbenen Penisverkrümmung, die Ursachen dafür sind vielseitig.
  • Es gibt zwei Phasen:
    • In der akuten Phase tritt die Veränderung des Penis ein, hier können konservative Behandlungsmethoden lediglich die Symptome lindern.
    • In der chronisch stabilen Phase ist die Verkrümmung abgeschlossen und eine operative Korrektur kann in Erwägung gezogen werden.
  • Es stehen unterschiedliche Operationsmethoden zur Verfügung. Die Auswahl der richtigen Methode erfolgt individuell.
  • Die operative Begradigung einer erworbenen Penisverkrümmung kostet in etwa 4.900 Euro aufwärts.
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