Chemische Peelings: Bye bye Pickel und Poren - MOOCI

Chemische Peelings - Jetzt alle Informationen erfahren

Die Nachfrage nach chemischen Peelings ist heutzutage so groß wie kaum zuvor und wächst stetig. Als nichtinvasive Behandlungsmethode tragen sie mitunter zur allgemeinen Verjüngung und Verbesserung des Hautbildes und somit zum gesteigerten Wohlbefinden vorrangig von Frauen – aber immer häufiger auch von Männern – bei.

Dauer

30-60 Minuten

Ausfallzeit

7 Tage

Stationär

Nicht notwendig

Was sind chemische Peelings und wie wirken sie?

Chemische Peelings sind äußerlich durchgeführte Behandlungen der Haut mit unterschiedlichen Säuren, wie etwa der Fruchtsäure (auch bekannt als Glycolsäure, welche zu den AHA, kurz für Alpha-Hydroxysäuren, zählt), der Trichloressigsäure (TCA-Peeling) oder der Salicylsäure (BHA, also Beta-Hydroxysäure).

Der Begriff ‚Peeling’ kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie abschälen oder ablösen.

Die Haut besteht aus drei Schichten, der Oberhaut, von Fachleuten als Epidermis bezeichnet, der Lederhaut, auch als Dermis bekannt, und der Unterhaut, Fachkreisen als Subcutis vertraut.

Das chemische Peeling dringt in die Haut ein und führt dazu, dass Teile der Epidermis oder auch der Dermis zerstört werden und sich in weiterer Folge ablösen. Die Haut bildet im Heilungsprozess durch die Anregung der Kollagenbildung schließlich glatter und reiner wirkende, neue Hautzellen.

Welche Ergebnisse kannst Du erwarten?

Durch die gesteigerte Kollagenbildung und das Eindringen der Säure in die Hautschichten, in weiterer Folge durch das Abtragen dieser Schichten und der Neubildung der Zellen im Regenerationsprozess werden – je nach Behandlungsmethode – feine Fältchen gemindert, Pigmentflecken reduziert und die Porengröße verkleinert. Auch bei Akne stellt sich im Normalfall eine sichtbare Verbesserung ein, da es zu einer Wachstumshemmung der Bakterien, die unter anderem für die Entstehung von Akne verantwortlich sind, kommt. Ebenso berichten Patienten von einer Verbesserung der Hautelastizität und einer Minderung von Mitessern.

Welche Formen von chemischen Peelings gibt es?

Spezialisten unterscheiden zwischen drei verschiedenen Formen des chemischen Peelings:

  • den leichten, oberflächlichen Peelings (z.B. Fruchtsäurepeelings oder BHA-Peelings),
  • den mittleren (z.B. TCA-Peelings) und
  • den tiefen Peelings (z.B. Exoderm und Exopeel mit dem hoch effektiven Wirkstoff Phenol)

 

Der Einsatz der verschiedenen Methoden unterscheidet sich je nach gewünschtem Ergebnis, den jeweiligen Problembereichen und dem Hauttyp. Während oberflächlichere Peelings eingesetzt werden, um das Hautbild generell frischer und straffer wirken zu lassen und leichtere Falten zu behandeln, werden tiefere Peelings angewendet, wenn der Patient über starke Narben oder tiefe Falten klagt. Je nachdem, welche Methode gewählt wird, variieren die Ergebnisse von etwas weniger sichtbar bis deutlich erkennbar und die Dauer, in der Du die Ergebnisse bewundern kannst, von einem kürzeren bis zu einem längerfristigen Zeitraum. Selbstverständlich braucht die Haut bei tiefen Peeling-Methoden aber auch länger, um sich zu regenerieren und zu heilen. Zudem sind hier auch die Risiken von Nebenwirkungen deutlich schwerwiegender, als bei oberflächlichen Peelings.

Daher gilt es, in einem Gespräch mit einem Spezialisten die jeweiligen Vor- und Nachteile genauestens abzuwägen und die für Dich und Deine Haut richtige und passendste Methode auszuwählen.

Für wen sind chemische Peelings geeignet – und für wen nicht?

Bei Hautproblemen, die durch Schwierigkeiten mit dem Stoffwechsel oder hormonelle Störungen ausgelöst wurden, bei einer Veränderung der Haut durch die natürliche Hautalterung, die bekanntlich bereits zwischen 25 und 30 Jahren unterschiedlich schnell und stark einsetzen kann, oder auch bei Pigmentflecken sind chemische Peelings eine gute Methode, um das Hautbild zu verbessern und optisch zu verjüngen und die Oberflächenstruktur zu optimieren. Im Großen und Ganzen ist für jeden Hauttyp eine geeignete Form des chemischen Peelings vorhanden. Essenziell dabei ist, dass ein Spezialist Deinen Hauttyp korrekt und ausführlich bestimmt.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Du unter sehr empfindlicher Haut oder akuten Hautentzündungen, oder auch unter Couperose, also erweiterten Äderchen speziell im Nasen- und Wangenbereich, leidest. Sag dem Spezialisten, der die Behandlung durchführt, unbedingt darüber Bescheid. Er weiß am besten, ob ein Peeling für Dich infrage kommt oder nicht, beziehungsweise wie er es auf Dich maßschneidern kann, was die Konzentration und die Einwirkzeit der jeweiligen Säure betrifft, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Eventuell wird das Peeling auf einer kleinen Hautstelle getestet, um zu sehen, ob Du es verträgst. Ebenso sind während der Schwangerschaft und Stillzeit manche Peelingmethoden tabu. Am besten wendest Du Dich auch in diesem Fall an den Spezialisten und besprichst mit ihm, ob eine Behandlung angewendet werden darf oder nicht. In einigen Fällen sollte ebenfalls bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten kein Peeling vorgenommen werden.

An welchen Körperstellen lassen sich chemische Peelings anwenden?

Chemische Peelings kommen hauptsächlich im Gesicht sowie im Dekolleté- und Halsbereich zum Einsatz, Behandlungen am Rücken, an den Armen und an den Händen sind seltener aber durchaus auch möglich.

Wie verläuft die Behandlung?

Etwa zwei Wochen vor der tatsächlichen Behandlung wird die Haut meist mittels Verwendung einer besonderen Creme, die Dir der jeweilige Spezialist verschreibt, an die Säure gewöhnt. Das heißt, dass Du ein chemisches Peeling nicht kurzfristig durchführen lassen kannst, sondern durchaus planen musst. Spezialisten raten auch, das Peeling auf keinen Fall vor einem Urlaub in sonniger Umgebung durchzuführen, da der direkte Kontakt mit Sonne nach der Behandlung unbedingt vermieden werden soll.

Bei der Behandlung reinigt der Spezialist zuerst Deine Haut, trägt dann das jeweilige säurehaltige Mittel auf die Haut auf und lässt sie eine gewisse Zeit lang einwirken, bevor er es wieder von der Haut entfernt. Die Behandlung ruft möglicherweise ein Brennen der Haut hervor. Im Regelfall ist das durchaus üblich, falls es jedoch zu unangenehm wird, sag dem Spezialisten auf jeden Fall Bescheid. Speziell tiefere Peelingmethoden können die Haut schließlich dazu bringen, sich abzuschuppen und abzuschälen und später neu zu bilden. Die Behandlung kann gerade bei tiefen Peelings, wie bei der Behandlung mit dem Wirkstoff Phenol, etwas abweichen. Am besten besprichst Du den genauen Ablauf mit dem jeweiligen Spezialisten, der die Behandlung schließlich auch durchführen wird. Er weiß am besten darüber Bescheid und kann Dir alle Fragen genau beantworten.

Normalerweise sind, vor allem bei leichteren, oberflächlichen Peelings, mehrere Sitzungen in regelmäßigen Abständen notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Starke Rötungen und Reizungen sind nach einer Behandlung nicht ungewöhnlich. Falls die Symptome übermäßig lange anhalten oder starke Schmerzen bereiten, wende Dich unbedingt an denjenigen, der das Peeling durchgeführt hat, oder alternativ an einen anderen Arzt.

Spezialisten empfehlen, sich und der Haut nach einem mitteltiefen oder tiefen Peeling etwa fünf Tage lang Zeit zur Erholung und zur Regeneration zu geben. Nach einem oberflächlichen Peeling bist Du in der Regel gleich wieder einsatzfähig und kannst wie gewohnt Deinen Alltag bestreiten.

Achte in jedem Fall darauf, regelmäßig Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50+ anzuwenden, um Deine noch sehr empfindliche Gesichtshaut zu schützen!

Wer führt chemische Peelings durch?

Chemische Peelings werden von medizinischen Kosmetikern und anderem Fachpersonal in speziellen Kliniken und Einrichtungen angeboten, aber auch von Dermatologen durchgeführt. Informiere Dich vorab auf jeden Fall über die Qualität der jeweiligen Spezialisten. Es ist von größter Bedeutung, dass chemische Peelings nur von ausreichend geschultem Personal durchgeführt werden! Vergiss nicht, dass bei den Peelings mit Säuren gearbeitet wird! Eine fehlerhafte Behandlung kann im schlimmsten Fall mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und Komplikationen einhergehen.

Welche Risiken und Komplikationen kann die Behandlung mit sich bringen?

Obwohl die meisten chemischen Peelings in der Regel keiner Narkose bedürfen und nicht invasiv sind, sind sie dennoch nicht zu unterschätzen.

Von einer selbstständigen Verwendung zu Hause raten Mediziner ab, aber auch unzureichend ausgebildetes Personal solltest Du unbedingt vermeiden. Eine unsachgemäße Durchführung eines chemischen Peelings, wie zum Beispiel eine zu hohe Konzentration oder eine zu lange Einwirkzeit, aber auch mangelnde Vor- und Nachsorge sind mit großen Risiken verbunden und können ernstzunehmende Komplikationen mit sich bringen.

Das Spektrum an möglichen Nebenwirkungen reicht von Hautrötungen, Schwellungen, schuppiger Haut über Vernarbungen, Entzündungen, Hautverfärbungen und einer erhöhten Empfindlichkeit bis hin zu Verätzungen und zu Verbrennungen. Oftmals sind diese Schädigungen irreparabel und dauerhaft. Seltener sind Infektionen mit Viren oder Bakterien bekannt. Diese können die Wundheilung verzögern und sich günstig auf eine eventuelle Narbenbildung auswirken.

Lass deswegen das chemische Peeling unbedingt von einem geschulten Spezialisten durchführen, der Dich ausreichend berät, auf Deine Wünsche und Sorgen eingeht und die Behandlung auf Deine Haut abstimmt.

Kann ich mir ein eigenes chemisches Peeling herstellen?

Nein. Auch von möglichen Präparaten, die Du online erwerben kannst und in Folge selbstständig verwendest, raten Spezialisten vehement ab. Vergiss nicht, dass es sich dabei um Säuren handelt, deren Umgang unbedingt routiniertes und geschultes Personal erfordert! Damit ein chemisches Peeling optimale Ergebnisse bringt, müssen alle Faktoren, wie die Dosierung und die Einwirkzeit der Säure, genauestens auf Dich und Deine Haut abgestimmt werden. Die möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen sind keinesfalls zu unterschätzen.

Mit welchen Kosten musst Du ungefähr rechnen?

Die tatsächlichen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von der jeweiligen Behandlungsmethode, der Anzahl der Sitzungen wie auch von den unterschiedlichen Spezialisten.

Im Durchschnitt musst Du bei oberflächlichen Peelings (für eine Sitzung) mit Kosten ab 80 Euro aufwärts, bei tieferen Peelings, für die aber oftmals bereits eine Sitzung ausreicht, mit 1.000 Euro rechnen.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten von chemischen Peelings im Regelfall nicht, weil es sich dabei um keine medizinisch dringend notwendigen Eingriffe handelt. Auf der sicheren Seite bist Du aber, wenn Du Dich bei Deinem Arzt oder Spezialisten oder gleich direkt bei Deinem Versicherungsträger über die Kostenübernahme informierst.

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst:

  • Chemische Peelings sind äußerlich durchgeführte Behandlungen der Haut mit unterschiedlichen Säuren, wie etwa der Fruchtsäure oder der Trichloressigsäure
  • Die Wirkung von chemischen Peelings reicht je nach Behandlungsmethode von der Milderung feiner oder auch tieferer Fältchen über die Reduzierung von Pigmentflecken bis zur Verfeinerung der Poren
  • Leidest Du unter empfindlicher Haut oder unter akuten Hautentzündungen kann es sein, dass chemische Peelings für Dich nicht infrage kommen
  • Spezialisten unterscheiden zwischen oberflächlichen, mittleren und tieferen Formen des chemischen Peelings
  • Es ist von größter Bedeutung, dass chemische Peelings nur von ausreichend geschultem Personal durchgeführt werden!
  • Zu diesen Komplikationen zählen Hautrötungen, Schwellungen und Vernarbungen genauso wie
  • Entzündungen, Hautverfärbungen und sogar Verätzungen und Verbrennungen. Oftmals sind diese Schädigungen irreparabel und dauerhaft
  • Die Kosten reichen, je nach ausgewählter Methode und der Anzahl der Sitzungen, von 80 Euro bis zu 1.000 Euro

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Die Suche nach einem Arzt, bei dem Du Dich wirklich wohlfühlst, kann sich als schwierig gestalten. Das Internet bietet Dir eine Fülle an verschiedenen Chirurgen und die richtige Auswahl zu treffen fällt meist schwer. MOOCI hat es sich aus diesem Grund zur Aufgabe gemacht, die besten Ärzte an einem Ort zu vereinen. Bei uns kannst Du schnell und einfach mehrere geprüfte Ärzte kontaktieren. MOOCI möchte Dir die Suche nach dem idealen Spezialisten erleichtern. Schaue am besten gleich jetzt nach, welche Spezialisten sich in Deiner Nähe befinden: Jetzt Ärzte in meiner Nähe anzeigen. Wir freuen uns über Deine Anfrage!

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