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Borkenflechte - Jetzt alle Informationen erfahren

Borkenflechte, Grindflechte, Eiterflechte, Krustenflechte oder in der medizinischen Fachsprache Impetigo contagiosa – all diese Begriffe bezeichnen die häufigste bakterielle Hauterkrankung bei Kindern. Im Folgenden erfährst Du, woran man eine Ansteckung erkennt und wie eine adäquate Behandlung abläuft.

Dauer

5-10 Minuten

Ausfallzeit

Bis zu 14 Tage

Stationär

Nicht notwendig

Was versteht die Medizin unter der Borkenflechte?

Bei einer Borkenflechte handelt es sich um eine juckende, in einigen Fällen auch schmerzende, ansteckende Hautinfektion, die oft bei Säuglingen und Kindern vorkommt, doch auch Erwachsene können davon betroffen sein. Besonders häufig tritt die Erkrankung in der warmen Jahreszeit auf.

Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Anhand des typischen Erscheinungsbildes kann der Arzt die Borkenflechte sicher diagnostizieren. Ergänzend ist ein Abstrich für eine bakterielle Untersuchung möglich, um den Erreger bestimmen zu können. Gegebenenfalls veranlasst der Mediziner die Erstellung eines Antibiogramms, welches über mögliche Resistenzen des Erregers gegenüber Antibiotika informiert und somit eine entsprechende Anpassung der Therapie erfolgen kann.

 

Wie sehen die Symptome und der Krankheitsverlauf aus?

Die Borkenflechte stellt sich meist als juckende rote Hautveränderung mit Wasser oder Eiter gefüllten Bläschen dar. Nach dem Aufplatzen der Blasenhaut kommt es zur Zerstörung der oberen Hautschichten, wodurch auf dem befallenen Hautbereich eine honiggelbe Kruste zurückbleibt. Oftmals sind kleine Hautareale vom Erreger befallen. Bei schwerem Befall breitet sich die Impetigo contagiosa allerdings auch großflächig aus. Nach einiger Zeit löst sich die Kruste spontan ab, ohne Narben zu hinterlassen. In seltenen Fällen kann auch Fieber auftreten.

Welche Körperstellen sind besonders davon betroffen?

Besonders häufig betroffen von Borkenflechten ist der Mund-Nasen-Bereich. Bevorzugte Lokalisationen sind ebenso der Leisten- und Achselbereich. Die Bläschen können jedoch auch an Armen und Beinen, sowie auf dem Kopf auftreten.

Welche Ursachen hat die Erkrankung?

Die Ursachen der Borkenflechte sind bakterielle Erreger, meist Streptokokken oder Staphylokokken. Durch Hautverletzungen, beispielsweise Ekzeme oder Abschürfungen, können die Bakterien in die Haut eindringen und dort Spaltbildungen bedingen, wodurch die typische Blasenbildung entsteht. Die Übertragung kann durch Hautkontakt mit infizierten Personen oder die Berührung infizierter Gegenstände erfolgen.

Welche unterschiedlichen Formen gibt es?

Sind Staphylokokken für die Infektion verantwortlich, sprechen medizinische Spezialisten von einer großblasigen Impetigo contagiosa. Auslöser für die kleinblasige Impetigo contagiosa sind dagegen meist Streptokokken. Die nicht-bullöse Impetigo contagiosa kann durch eine Mischinfektion beider Bakterien entstehen, wobei die typischen Bläschen nicht, bis kaum zu erkennen sind.

Wer ist davon betroffen?

Da es sich um eine sehr ansteckende Infektion handelt, besteht vor allem für Kindergruppen, zum Beispiel in der Schule oder im Kindergarten, und Familienmitglieder ein erhöhtes Risiko, durch gemeinsame Nutzung infizierter Gegenstände, wie Handtücher oder Spielzeug, an einer Borkenflechte zu erkranken. Ebenfalls sind Personen, die unter einem geschwächten Immunsystem, oder Hautkrankheiten wie etwa Neurodermitis oder Windpocken leiden, besonders gefährdet.

Statistisch betrachtet, tritt in Europa bei zwei von 100 Kindern eine Borkenflechte auf.

Was sind die Folgen der Erkrankung?

Beim Eindringen der Bakterien in tiefere Hautschichten können Komplikationen in Form von Nagelbett- oder Nagelfalzentzündungen auftreten. Des Weiteren können sich bei Personen mit gestörter Immunabwehr durch Verschleppen der Erreger ins Körperinnere innere Organentzündungen entwickeln. Sind Streptokokken für die Impetigo contagiosa verantwortlich, sind nach ein bis drei Wochen nach der Infektion eine Nierenentzündung mit reduzierter Harnausscheidung, Wassereinlagerungen sowie Bluthochdruck möglich. Rheumatisches Fieber mit Gelenkentzündungen, Hautveränderungen und neurologische Auffälligkeiten können nach zwei bis vier Wochen in Erscheinung treten.

Wie lässt sich die Erkrankung behandeln?

Im ersten Schritt der Behandlung trägt der behandelnde Arzt die bestehenden Krusten ab.
Hierfür erweicht er die entsprechenden Hautstellen zum Beispiel mit einer Lösung aus Salicylsäure, wodurch ein Ablösen der Krusten möglich ist. Bei leichter Ausprägung kommen ergänzend antiseptische oder antibiotikahaltige Salben lokal zum Einsatz. Wenn möglich, deckt der Mediziner die Haut mit einem leichten Verband ab, ohne ein Pflaster zur Befestigung zu verwenden, um die Haut nicht weiter zu reizen.

Gegebenenfalls können auch desinfizierende Salben und feuchte Umschläge gegen ein eventuell bestehendes Fieber die Therapie unterstützen. In schweren Fällen verschreibt der Mediziner ein systemisch wirksames, das heißt im gesamten Körper wirkendes, Antibiotikum, je nach Alter des Patienten in Saft- oder Tablettenform.

Was muss ich besonders beachten?

In der Regel beträgt die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen der Aufnahme des bakteriellen Erregers bis zum Krankheitsbeginn, zwei bis zehn Tage, teilweise sogar länger.
Zwar heilt eine Borkenflechte oft auch ohne Therapiemaßnahmen von selbst wieder ab, jedoch kann die Heilungsdauer ohne entsprechende Behandlung mehrere Wochen dauern.
Eine überstandene Erkrankung schützt nicht vor einer erneuten Ansteckung. Es besteht somit keine Immunität gegen die Bakterien. Laut des Infektionsschutzgesetzes liegt für die Borkenflechte keine Meldepflicht vor. Kinder dürfen jedoch keine öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen besuchen, solange eine Ansteckungsgefahr vorliegt.

Teilweise erkranken Menschen immer wieder an Borkenflechten. Verantwortlich hierfür kann ein Keimreservoir in der Nase sein, das zwar keine weiteren Beschwerden verursacht, aber eine Schmierinfektion an der Haut hervorrufen kann. Mediziner empfehlen deshalb, bei immer wiederkehrender Erkrankung, beim Arzt einen Abstrich aus der Nase machen zu lassen, woraufhin dieser eine entsprechende Behandlung vornehmen kann.

Sollte sich während der Schwangerschaft eine Impetigo contagiosa entwickeln, besteht für den Fötus und die Schwangere in der Regel keine Gefahr. Hierbei kommen zur Behandlung Antibiotika zum Einsatz, die in der Schwangerschaft unbedenklich sind.

Wie kann ich die Borkenflechte vorbeugen?

Um einer Ansteckung vorzubeugen, solltest Du direkten Haut- und Körperkontakt zu erkrankten Personen und infizierten Gegenständen vermeiden. Hygienemaßnahmen können ebenfalls das Infektionsrisiko senken. Darunter zählen unter anderem häufiges Händewaschen, getrenntes Benutzen von Handtüchern und Kämmen innerhalb der Familie, sowie das Waschen von Kleidungsstücken, Bettwäsche und Handtüchern, die mit Erkrankten in Berührung standen, bei mindestens 60 Grad Celsius.

Eltern sollten des Weiteren bei ihren Kindern darauf achten, dass deren Fingernägel möglichst kurz geschnitten sind, sodass ein Aufkratzen von beispielsweise Insektenstichen nicht möglich ist. Auch die sorgfältige Behandlung von kleineren Verletzungen der Haut kann dazu beitragen, dass die Erreger erst gar nicht die Hautschichten besiedeln können. Kinder, bei denen bereits eine Borkenflechte besteht, dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, solange ein Arzt nicht bestätigt hat, dass sie wieder gesund sind.

 

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die anfallenden Kosten für Antibiotika. Inwieweit für andere Medikamente eine Kostenübernahme erfolgt, solltest Du individuell bei Deiner Krankenkasse nachfragen.

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst:

  • Bei der Borkenflechte, oder in der medizinischen Fachsprache Impetigo contagiosa genannt, handelt es sich um eine ansteckende Hautinfektion, von der vor allem Kinder betroffen sind
  • Auslöser für die Borkenflechte sind Staphylokokken oder Streptokokken
  • Charakteristisches Symptom ist ein roter Ausschlag mit Wasser oder Eiter gefüllten Blasen, die mit der Zeit aufplatzen, wodurch eine honiggelbe Kruste zurückbleibt
  • Die Behandlung erfolgt meist in Form von Antiseptika oder Antibiotika
  • Geeignete Hygienemaßnahmen können zur Vorbeugung der Erkrankung beitragen
  • Für Antibiotika-Präparate erstatten die Krankenkassen in der Regel die anfallenden Kosten

 

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