Pannikulitis - Ursache und wie sie sich behandeln lässt!

Pannikulitis - Jetzt alle Informationen erfahren

Das Unterhautfettgewebe des Körpers dient sozusagen als Isolierschicht vor Auskühlung und auch vor zu starker Überwärmung. Im Unterhautfettgewebe liegen somit auch die einzelnen Arterien und Venen, die für die Blutzufuhr zuständig sind. Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung dieses Unterhautfettgewebes. Hierbei können verschiedene Ursachen zugrunde liegen, daher richtet sich die Behandlung je nach Ursache.

Dauer

-

Ausfallzeit

-

Stationär

-
Unverbindliche Anfrage stellen

Was versteht die Medizin unter einer Pannikulitis?

Pannikulitis ist eine Entzündung des Unterhautfettgewebes, die sich durch weiche Knötchen in den Extremitäten und manchmal in Bauch, Brust, Gesicht oder Gesäß auszeichnet. In seltenen Fällen können die Knötchen auch Mesenterium, Lunge und Schädel befallen. Diese entzündlichen Knoten sind jedoch hauptsächlich an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften zu sehen. Dieses Unterhautfettgewebe wird panniculus adiposus genannt und dient dazu, den Körper vor Kälte zu schützen.

 

Pannikulitis ist eine Entzündung des Unterhautfettgewebes

Bei einem Pfeifer-Weber-Christian-Syndrom tritt die Pannikulitis nur schubweise auf, aber zeichnet sich ebenso durch Knoten im unteren Fettgewebe der Haut aus. Dabei treten die Pannikulitis-Schübe fast immer im Zusammenhang mit Fieber auf. Die Abheilung dauert dabei Wochen oder Monate und hinterlässt lokale Hautdellen.

Wie sehen die Symptome bei einer Pannikulitis aus?

Die Pannikulitis äußert sich durch entzündliche Knoten in der Haut, die vor allem im Hüft- und Oberschenkelbereich sichtbar sind. Meist sind die Knoten schmerzhaft und erscheinen rötlich oder violett. Bei einigen Pannikulitis-Arten entwickeln sich auch Blutergüsse, die sichtbar sind. Darüber hinaus können Begleitsymptome, wie zum Beispiel Muskel- und Gelenkschmerzen, auftreten. Aber auch die üblichen Anzeichen einer Entzündung, wie Fieber, Schmerzen und Übelkeit sind häufige Symptome.

Welche Ursachen hat Pannikulitis?

Die Ursachen für eine Pannikulitis sind sehr häufig Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen dazu führen können. Mögliche Ursachen sind bakterielle oder durch Pilze hervorgerufene Entzündungen wie beispielsweise Hals- oder Lungenentzündungen. Auch Autoimmunerkrankungen, die das Bindegewebe und die Blutgefäße betreffen, wie Morbus Crohn, können zu einer Entstehung beitragen. In einigen Fällen stellen auch Tumore des Lymphgewebes und Leukämie die Ursache für die Erkrankung dar. Doch nicht immer ist die Ursache auszumachen. In manchen Fällen bildet sich die Erkrankung sogar spontan wieder zuück.

Wie diagnostiziert der Arzt Pannikulitis?

Der Arzt diagnostiziert eine Pannikulitis meist schon bei der klinischen Untersuchung. Nur in seltenen Fällen entnimmt der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um sie zu untersuchen. Das wichtigste hierbei ist, die Ursache der Pannikulitis festzustellen. Je nach Verdacht können somit auch weitere Untersuchungen notwendig sein.

Welche Körperstellen können bei Pannikulitis betroffen sein?

Grundsätzlich kann jedes Unterhautfettgewebe des Körpers betroffen sein, wobei Oberschenkeln und Gesäß am häufigsten betroffen sind.

 

Vor allem Gesäß und Oberschenkel sind häufig von der Pannikulitis betroffen

Wer ist am häufigsten davon betroffen?

In der Regel sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Vor allem Frauen in den Wechseljahren entwickeln häufiger eine Pannikulitis als andere Frauen.

Welche Folgen hat die Pannikulitis für die Patienten?

Pannikulitis äußert sich durch entzündliche Knoten, die meist auf der Hautoberfläche sichtbar sind. In vielen Fällen treten sie auch in Zusammenhang mit Muskel- und Gelenkschmerzen auf. Durch Druck auf diese Knoten treten meist starke Schmerzen und eine sichtbare Rötung auf. Häufig ist Pannikulitis die Folge anderer Entzündungserkrankungen, beispielsweise Rheumaerkrankungen. Wenn die Pannikulitis jedoch ohne eine solche Entzündungserkrankung auftritt, so wird sie als „idiopathisch“ bezeichnet.

Welche nicht-operativen Behandlungsmethoden gibt es?

Die nicht-operative Behandlung beginnt in erster Linie mit körperlicher Schonung und der lokalen Anwendung von Kortison-Salben zur Linderung der Schmerzen. In den meisten Fällen folgt danach eine Kompressionstherapie mit medizinischen, elastischen Binden. Der Arzt verordnet sehr oft auch Arzneimittel zur Schmerz- und Entzündungslinderung. Eine Antibiotikatherapie ist nur dann sinnvoll, wenn eine bakterielle Infektion dahinter steckt.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Die konservative Therapie ist die einzige Behandlungsmethode bei einer vorliegenden Pannikulitis. Operative Methoden werden meist nur eingesetzt, wenn die Pannikulitis mit einem vorliegenden Tumor zusammenhängt. Eine Pannikulitis muss nicht nur das Unterhautfettgewebe betreffen, sondern kann sich auch bis ins Körperinnere ausbreiten. Zusätzlich werden meist Arzneimittel verabreicht, die das Immunsystem unterdrücken, sogenannte Immunsuppressiva, oder auch Chemotherapien durchgeführt.

 

Eine Gesunde Ernährung kann die unangenehmen Symptome der Pannikulitis lindern

Kann ich die Pannikulitis vorbeugen?

Pannikulitis kannst Du nicht direkt vorbeugen, da es in den meisten Fällen mit anderen Erkrankungen zusammenhängt. Wird die Ursache behandelt, dann verschwinden in der Regel ebenfalls die unangenehmen Symptome. Du kannst Deinem Körper bei einer vorliegenden Pannikulitis aber sehr wohl helfen, indem Du auf ausreichende Bewegung achtest und Dich gesund ernährst. Das heißt, Du solltest genügend Obst und Gemüse zu Dir nehmen und auf eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr achten, um Dein Immunsystem zu stärken.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

In den meisten Fällen werden die Therapieverfahren von den Krankenkassen übernommen. Bei den Operationen hängt es von der genauen Art der Erkrankung und der Notwendigkeit des Eingriffs, aus medizinischer Sicht, ab. Daher solltest Du Dich vor dem jeweiligen Eingriff bei Deiner Krankenkasse über die Kostenübernahme informieren.

Preis für Behandlung der Pannikulitis anfragen

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung des Unterhautfettgewebes
  • Sie zeichnet sich durch weiche Knötchen in den Extremitäten und in Bauch, Brust, Gesicht oder Gesäß aus
  • Die Ursachen für eine Pannikulitis sind sehr häufig Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen dazu führen können
  • Am häufigsten sind Oberschenkel und Gesäß betroffen
  • Die konservative Behandlung beginnt in erster Linie mit körperlicher Schonung und der lokalen Anwendung von Kortison-Salben zur Schmerzlinderung
  • Operative Methoden werden meist nur eingesetzt, wenn die Pannikulitis mit einem vorliegenden Tumor zusammenhängt
  • In der Regel sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer

 

Finde jetzt Deinen passenden Arzt

 

Quellen

Medical Tribune

MSD Manuals

Brandta, A. S. et al.: Seltene Erkrankungen mit retroperitonealer Beteiligung (letzter Zugriff: 25.06.2019)

Du möchtest Dich näher informieren?

Unsere Spezialisten beraten Dich gerne: persönlich, unverbindlich und kostenfrei.
Rufe uns einfach an: + (01) 5813475 (Mo-Fr: 09:00-18:00 Uhr), oder nutze unser Kontaktformular.

Die Pityriasis versicolor oder auch Kleieflechte (Kleien-Pilz-Flechte) ist eine harmlose Hauterkrankung. Sie wird durch einen Hefepilz (Malassezia furfur) verursacht und zeigt sich durch fleckige Hautveränderungen vor allem am Rücken und an der Brust. Vor allem junge Erwachsene sind häufig betroffen. In Mitteleuropa leiden etwa ein bis vier Prozent der erwachsenen Menschen unter der Erkrankung, in tropischen Regionen sind es bis zu 50 Prozent. Sowohl die Therapie als auch der individuelle Krankheitsverlauf richtet sich nach dem Ausmaß der Infektion und Deiner generellen Gesundheit.

Auch wenn der Morbus Bowen harmlos aussieht, solltest Du ihn definitiv nicht unterschätzen. Übersehen oder als Schuppenflechte verkannt, stellt er eine Hautkrebsvorstufe dar. Früherkennung rettet hierbei Leben. Worauf Du achten solltest und was zu tun ist, falls die Erkrankung bei Dir festgestellt wurde, erfährst Du bei uns!

Die Mundhöhle ist kontinuierlich von Mundschleimhaut ausgekleidet. Ist die Mundschleimhaut gesund, erscheint sie rosafarben und von Speichel bedeckt. Diverse Einflüsse können jedoch zu einer Veränderung der Farbgebung und Oberflächenbeschaffenheit führen, die für Betroffene nicht immer erkennbar ist, sich aber für Zahnärzte und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen relativ leicht diagnostizieren lässt. Meist verbergen sich dahinter harmlose Erkrankungen, mitunter aber auch Krebsvorstufen oder bösartige Neubildungen. Eine solche Erkrankung, die im Verlauf entarten und zu bösartigen Tumoren heranwachsen kann, stellt die Leukoplakie dar.