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Venenentzündung - Jetzt alle Informationen erfahren

Eine oberflächliche Venenentzündung ist eine akute Entzündung der Venenwand einer oberflächlichen Vene. Sie ist eine häufig auftretende Erkrankung und steht meist im Zusammenhang mit Krampfadern. Diese schmerzhafte Entzündung kann sich über mehrere Wochen ziehen. Wir haben Dir alle wichtigen Informationen zu Erkrankung, Symptomen, Behandlung und Heilung zusammengestellt.

Dauer

Bis zu mehreren Wochen

Ausfallzeit

Keine

Stationär

Nicht notwendig
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Was versteht die Medizin unter einer entzündeten Vene?

Die oberflächliche Venenentzündung wird im medizinischen Fachjargon Phlebitis, Thrombophlebitis superficialis, oberflächliche Venenthrombose oder Varikophlebitis genannt. Es handelt sich um eine akute Entzündung der Venenwand. Venen pumpen das Blut zum Herzen hin, während Arterien das Blut vom Herzen wegtransportieren. Bei der oberflächlichen Venenentzündung unterscheiden Ärzte zwischen einer strangförmigen, einer springenden, einer wandernden und einer infektiösen Venenentzündung. Eine Venenentzündung tritt meist in den Beinen und selten in den Armen auf.

 

Mit einer Venenentzündung ist nicht zu spaßen

Wie sehen die Symptome aus?

Der Patient spürt die typischen Anzeichen einer Entzündung. Die betroffene Vene schmerzt, ist gerötet und oft auch geschwollen. Bei der oberflächlichen Venenentzündung fühlt sich die Haut der betroffenen Stelle deutlich wärmer und gespannt an. Bereits leichter Druck oder geringe Belastungen verursachen Schmerzen. Wird die Thrombophlebitis durch eine bakterielle Infektion verursacht, so kann auch Fieber auftreten. Bei den ersten Anzeichen einer Venenentzündung solltest Du sofort zum Arzt gehen, damit eine oberflächliche Venenentzündung von einer tiefliegenden Venenthrombose unterschieden werden kann. Das ist sehr wichtig, denn eine tiefe Venenthrombose kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Phlebitis?

Um die Diagnose Venenentzündung stellen zu können, erkundigt sich der Allgemeinmediziner oder Internist zunächst über Deine Krankheitsgeschichte (Anamnese). Du wirst nach möglichen früheren Venenerkrankungen, Krampfadern, nach der Einnahme bestimmter Medikamente oder Verhütungsmittel befragt. Auch Venenleiden von nahestehenden, leiblichen Verwandten können aufschlussreich sein, da Krampfadern und Gefäßerkrankungen vererblich sind. Bei der körperlichen Untersuchung erkennt der Arzt die oberflächliche Venenentzündung sofort an den Rötungen und Schwellungen. Das vorsichtige Abtasten kann Schmerzen beim Patienten verursachen.

Meist führt der Arzt auch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) an der entzündeten Vene durch. Somit ist die verdickte Gefäßwand sichtbar. Bei einer Doppelsonografie kann der Arzt auch den Blutfluss innerhalb des Gefäßes farblich erkennen und somit auch Blutgerinnsel erkennen. Bei Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose sind für eine sichere Diagnose noch weitere Untersuchungen notwendig. Zur Abklärung führt der Arzt eine Blutuntersuchung, eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) durch.

Welche Ursachen hat eine Venenentzündung?

Die Ursachen für eine Venenentzündung können vielfältig sein. Oft ist ein verlangsamter Blutfluss der Grund. Dies ist vor allem bei Krampfadern durch die krankhaft erweiterte Vene der Fall. Rauchen fördert Gefäßerkrankungen, unter anderem auch Venenentzündungen. Lange Bettlägerigkeit durch Krankheit, Operationen oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, wie die Antibabypille oder die Hormonspirale steigern die Gerinnungsbereitschaft des Blutes und somit auch das Risiko für eine Venenentzündung. Eine erhöhte Gerinnungsbereitschaft ist auch in einer Schwangerschaft, bei einer Geburt oder nach einer Operation gegeben.

 

Durch die Einnahme der Antibabypille erhöht sich das Risiko

Venenverweilkatheter können auch häufig eine Venenentzündung verursachen. Der kurze, biegsame Kunststoffschlauch eines Verweilkatheters wird in die Vene am Arm oder am Handrücken eingeführt, um Medikamente oder Infusionen zu verabreichen. Wenn die Venenwand beim Einsetzen verletzt wird oder über den Schlauch Bakterien eindringen, kann eine Venenentzündung entstehen. Das Gleiche gilt für die Blutabnahme. Aber auch langes Sitzen und Stehen, harte Stuhlkanten, zu enge Kleidung oder einschnürende Sockenbündchen können den Blutfluss drosseln, was ebenfalls zu Krampfadern oder Venenentzündungen führen kann.

Wer ist davon am häufigsten betroffen?

Von einer Venenentzündung sind 30 bis 40 Prozent der Patienten mit schweren Krampfadern (Varizen) betroffen. Frauen leiden deutlich häufiger darunter als Männer. Personen, die durch berufliche Tätigkeiten lange stehen oder sitzen und sich nicht genug bewegen, sowie Frauen, die hormonell verhüten, sind eher davon betroffen.

Welche Folgen hat eine Venenentzündung für die Betroffenen?

Eine normal verlaufende, oberflächliche Venenentzündung ist eine unangenehme und schmerzhafte, aber harmlose Erkrankung. Du solltest sie jedoch nicht unterschätzen und Dich bei ersten Anzeichen von einem Arzt untersucht lassen.

Welche Formen der Venenentzündung gibt es?

Die Medizin unterscheidet hier zwischen einer oberflächlichen Phlebitis und einer Entzündung der tieferen Venen. Diese Abgrenzung ist wichtig, da sich der Krankheitsverlauf und die Therapie dieser Formen unterscheiden. Die oberflächliche Venenentzündung verläuft bei rechtzeitiger Behandlung meist harmlos und heilt schnell. Die tiefe Venenentzündung kann eine Thrombose (Gefäßverschluss durch Blutgerinnsel) auslösen, muss genauer untersucht und bei einem Blutgerinnsel im Spital mit blutverdünnenden Medikamenten behandelt werden. Umgekehrt kann sich auch aus einer Thrombose eine Venenentzündung entwickeln.

 

Eine Venenentzündung lässt sich unterschiedlich behandeln

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Therapie hängt von der Art und Ausprägung der Venenentzündung ab. Bei der oberflächlichen Venenentzündung legt der Arzt einen Kompressionsverband an und empfiehlt das Bein hochzulagern und zu kühlen. Die Patienten empfinden dies meist als schmerzlindernd. Du musst keine Bettruhe einhalten und kannst Dich wie gewohnt bewegen. Bei starken Entzündungen und Schmerzen verschreibt Dir der Arzt Medikamente in Form von Salben zum Auftragen oder Tabletten zum Einnehmen. Bei einer Thrombophlebitis entfernt der Arzt das Blutgerinnsel über einen oder mehrere Einstiche in die Vene (Stichinzision). Eine durch eine bakterielle Infektion verursachte Venenentzündung lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Tiefen Venenthrombosen erfordern eine stationäre Therapie im Krankenhaus, um eine Lungenembolie zu verhindern. Dabei verabreichen die Ärzte blutgerinnungshemmende Medikamente.

Welche Risiken und Komplikationen können während der Behandlung auftreten?

Wird eine oberflächliche Venenentzündung frühzeitig und richtig behandelt, bildet sie sich normalerweise ohne Komplikationen wieder zurück. Entsteht hingegen ein Thrombus (Blutgerinnsel) bei der Mündungsstelle zu einer tieferliegenden Vene, so kann sich eine oberflächliche Venenentzündung zu einer tiefen Venenthrombose entwickeln. Die ist mit höheren gesundheitlichen Risiken verbunden, da es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen kann.

Gibt es auch Hausmittel, welche bei einer Venenentzündung helfen?

Es gibt einige Hausmittel, die die Rückbildung der Entzündung oder des Blutgerinnsels begünstigen. Zur Kühlung und Schmerzlinderung der Venenentzündung helfen Wickel mit Apfelessig oder Alkohol aus der Apotheke in Wasser verdünnt oder Quarkwickel. Zur Rückbildung oder Vermeidung von Blutgerinnsel sind Stützstrümpfe, Kompressionsverbände (elastische Binden) und ausreichend Bewegung wie Spazieren oder Nordic Walking hilfreich. Suche trotzdem frühzeitig einen Arzt auf und besprich die Anwendung von Hausmitteln.

Was sollte ich während einer Venenentzündung beachten?

Da Venenentzündungen meist mit zu langsam fließendem Blut verbunden sind, ist körperliche Bewegung sinnvoll, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Bevor Du viel Sport treibst, solltest Du dies mit Deinem Arzt besprechen. Besondere Vorsicht ist bei einem Blutgerinnsel geboten. Dein Arzt wird Dir alle Do’s and Don’t’s in Deinem Krankheitsverlauf erklären.

 

Viel Bewegung kann dabei helfen eine Venenentzündung vorzubeugen

Wie lange dauert eine Venenentzündung?

Die Dauer der Venenentzündung hängt mit dem Entzündungsgrad, mit möglichen Komplikationen und mit Vorerkrankungen, wie Krampfadern zusammen. In leichten Fällen ist die Entzündung in wenigen Tagen abgeklungen, in schweren Fällen kann sich die Erkrankung über mehrere Wochen ziehen.

Wie kann ich eine Venenentzündung vorbeugen?

In manchen Fällen können Patienten die Risiken einer Venenentzündung minimieren. Nach Operationen und Geburten empfehlen Ärzte frühzeitiges Aufstehen mit gewickelten Beinen oder Antithrombosestrümpfen. Bettlägerige Patienten sollten ausreichend Bewegungsübungen machen. Auch im Alltag kannst Du einiges tun, um einer Venenentzündung vorzubeugen. Schlage Deine Beine beim Sitzen nicht übereinander und vermeide langes Knien, Sitzen und Stehen, um den Blutfluss nicht zu stocken. Vertritt Dir ab und zu die Beine und mache kleine Bewegungsübungen. Verzichte auf zu enge Socken, Strümpfe und Stiefel, um die Venen nicht abzuschnüren und lagere nach einem langen, anstrengenden Tag Deine Beine hoch.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Die Kosten von Arztbesuchen, Behandlungen und möglichen Krankenhausaufenthalten werden von den Krankenkassen übernommen. Die Rezeptgebühr für Medikamente aus der Apotheke musst Du jedoch selbst bezahlen. Falls Du Dir trotzdem unsicher sein solltest, ob Dein Versicherungsträger alle Kosten übernimmt, dann wende Dich am besten an Deine Krankenkasse oder auch an unsere Spezialisten. gerne auch unsere Spezialisten fragen.

Preis für die Behandlung einer Venenentzündung anfragen

 

Nach der Behandlung der Venenentzündung fühlst Du Dich gleich wieder besser

Alle Informationen zusammengefasst

  • Bei einer Venenentzündung handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Venenwand in den Beinen oder in seltenen Fällen in den Armen
  • Die Symptome sind Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit, eine deutlich wärmere, gespannte Haut auf der betroffenen Stelle und eventuell Fieber
  • Die Ursachen für eine Venenentzündung können Krampfadern, langes Stehen, Sitzen und Liegen, zu enge Kleidung, hormonelle Verhütungsmittel, Rauchen oder Venenverweilkatheter sein
  • Die oberflächliche Venenentzündung verläuft im Normalfall harmlos, darf jedoch nicht unterschätzt werden und sollte in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden
  • Die Medizin unterscheidet zwischen einer oberflächlichen und einer tieferen Venenentzündung, was den Krankheitsverlauf und die Therapie deutlich unterscheiden
  • Die Behandlungsmöglichkeiten hängen von Art und Ausprägung der Venenentzündung ab. Kompressionsverbände, Beine hochlagern und spazieren gehen lindern die Entzündung. Bei einem stärkeren Verlauf verschreibt Dir der Arzt Tabletten oder eine Salbe. Tiefere Venenentzündungen werden im Spital mit blutverdünnenden Medikamenten behandelt
  • Durch das Vermeiden von zu langem Stehen oder Sitzen, durch lockere Kleidung und durch ausreichend Bewegung kann man der Venenentzündung vorbeugen. Außerdem solltest Du auf Zigaretten verzichten
  • Die Krankenkassen übernehmen sowohl den Arztbesuch als auch die Behandlung bei Venenentzündungen. Erkundige Dich zur Sicherheit aber noch bei Deinem Versicherungsträger. Du kannst aber auch gerne unsere Spezialisten anfragen

 

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Quellen

Plewig, G. et al.: Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Heidelberg 2012

Kaufmann R. et al.: Dermatologische Operationen. Thieme Verlag. 4. Auflage 2011

 

  • Baenkler H.W. et al.: Innere Medizin. Thieme Verlag. 3. Auflage 2012

 

 

 

 

 

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