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Tränensäcke - Jetzt alle Informationen erfahren

Tränensäcke oder dunkle Augenringe können das Gesicht müde, fahl und alt aussehen lassen. Im jungen Lebensalter verschwinden diese Beschwerden zwar meist relativ schnell wieder, wenn jedoch diese äußerlichen Zeichen dauerhaft bestehen oder immer wiederkehren, kann das Selbstbewusstsein und das “Frische Aussehen” Betroffener erheblich eingeschränkt sein. In diesem Beitrag erfährst Du unter anderem, wodurch Tränensäcke entstehen können, welche Behandlungsmöglichkeiten Dir zur Verfügung stehen und inwieweit vorbeugende Maßnahmen möglich sind.

Dauer

10-60 Minuten

Ausfallzeit

1-2 Tage

Stationär

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Was versteht die Medizin darunter?

Der Begriff „Tränensack“ ist unterschiedlich definiert. In der medizinischen Fachsprache bezeichnet ein Tränensack, auch unter dem Begriff „Saccus lacrimalis“ bekannt, einen Teil des Tränenapparates, der unter anderem für die Zwischenspeicherung der Tränenflüssigkeit zuständig ist und eine unterstützende Funktion bei der Entfernung von Schmutz und Bakterien durch die Abgabe der Tränenflüssigkeit hat. Es handelt sich daher um eine Struktur, die bei jedem gesunden Menschen an beiden Augen vorkommt, äußerlich jedoch nicht erkennbar ist. Der in der Umgangssprache wesentlich gebräuchlichere Ausdruck „Tränensäcke“ steht allerdings für eine sichtbare Schwellung der Augenunterlider, die schlapp nach unten hängen, und hat daher mit der anatomischen Struktur nichts zu tun.

 

Wie sehen die Symptome aus?

Tränensäcke sind durch herunterhängende Augenunterlider gekennzeichnet, die von einer Schwellung betroffen sind. Bei besonders schwerer Ausprägung kann sich eine Falte am Unterrand des Tränensacks bilden, die den inneren, roten Lidrand sichtbar werden lässt.

Welche Ursachen haben Tränensäcke?

In vielen Fällen kommt es aufgrund einer familiären Veranlagung zur Ausbildung von Tränensäcken. Mit zunehmendem Alter erschlafft das Bindegewebe, wodurch das Fettgewebe unter den Augen absinkt, es kommt zu Pigmenteinlagerungen und Fettpads bauen sich ab. Die Tränensäcke sind dann dauerhaft vorhanden und oft sichtbar. Auch äußere Faktoren wie Schlafmangel, Stress, übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum, zu wenig Bewegung sowie eine kochsalzreiche Ernährung begünstigen die Entstehung von Tränensäcken, indem es zu Flüssigkeitseinlagerungen kommt. Dadurch können sich zeitweise auftretende Tränensäcke bilden, die dann meist allerdings bei entsprechendem Wandel des Lebensstils wieder verschwinden.

Nur in sehr seltenen Fällen bilden sich Tränensäcke aufgrund einer Herz- oder Nierenerkrankung aus, meist dann spontan und kurzfristig. Hierbei solltest Du Deinen Hausarzt aufsuchen, wenn die Tränensäcke sehr plötzlich und ohne ersichtlichen Grund entstanden sind.

Wer ist davon betroffen?

Prinzipiell kann es bei jeder Person im Laufe ihres Lebens zur Entstehung von Tränensäcken kommen, auch wenn diese im jungen Lebensalter meist nur vorübergehend auftreten und Folge äußerer Einflüsse sind. Besonders betroffen sind jedoch ältere Menschen durch ein weniger straffes Bindegewebe.

Welche Folgen können Tränensäcke haben?

Tränensäcke sind in der Regel mit keinen negativen körperlichen Folgen verbunden. Doch für Betroffene können sie ein ästhetisches Problem darstellen, da das Gesicht müde, ausgelaugt und alt wirkt – selbst im jungen Lebensalter. Mitunter empfinden sich Leidtragende durch die Tränensäcke weniger attraktiv und beginnen psychisch darunter zu leiden.

Was ist der Unterschied zu Augenringen?

Bei Tränensäcken handelt es sich um eine Schwellung unter den Augen, die sich durch absinkendes und abbauendes Fettgewebe und/oder Flüssigkeitseinlagerung bildet. Augenringe entstehen jedoch häufig aufgrund von durchschimmernden Blutgefäßen und eingelagerten Pigmenten, da Haut und Unterhautfettgewebe unterhalb des Auges sehr dünn sind. In der Folge erscheint die Haut schattig und fahl.

 

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Operative Entfernung
Eine operative Lidstraffung eignet sich für Personen mit ausgeprägten Tränensäcken, die eine komplette Entfernung dieser wünschen und für die ein langanhaltender Behandlungserfolg im Vordergrund steht. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Eingriff, der oft ambulant erfolgen kann, fallweise kann jedoch ein stationärer Aufenthalt notwendig sein.

Zu Beginn der Behandlung markiert der plastische Chirurg den zu entfernenden Bereich am Auge. Unter örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf – auf Wunsch ist auch eine Vollnarkose möglich – setzt er danach einen kaum sichtbaren, etwa ein bis zwei Millimeter tiefen Schnitt am unteren Rand der Wimpern Deines Unterlides. Im Anschluss entfernt er das überschüssige Fettgewebe sowie Anteile des Augenringmuskels und strafft die Haut. Bei dieser Technik kann je nach Wundheilung eine Narbe entstehen.

Da junge Patienten meist über eine gute Hautelastizität verfügen, wodurch keine Entfernung von Haut notwendig ist, kann der Mediziner den Schnitt in der Lidfalte, im Auge innenliegend, setzen. Hier konzentriert sich Dein Operateur auf Fett und Muskulatur.

Der Vorteil dieser Methode ist es, dass keine sichtbaren Narben zurückbleiben, ist jedoch nur bei einer Ausreichenden Straffheit der Haut möglich. Abschließend verschließt Dein Arzt die Schnittwunde mit einer feinen Naht. Die Dauer des Eingriffs ist abhängig von der gewählten Methode und dem Umfang der Operation, beträgt im Schnitt aber etwa eine Stunde. Die Kosten betragen ungefähr 1900 bis 3500 Euro.

Als Komplikationen können unter anderem Schwellungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen, unschöne Narben und Infektionen auftreten. Kommt es nach der Behandlung nur noch zu einem mangelnden Lidschluss, kann es infolge einer Austrocknung der Hornhaut zu einer Hornhauttrübung mit Verschlechterung des Sehvermögens kommen.

 

Laserbehandlung
Bei weniger stark ausgeprägten Tränensäcken besteht die Möglichkeit der Laserbehandlung, die in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung erfolgt. Durch den Laser kommt es zur Straffung der überschüssiger Haut sowie zu einer Anregung der Neubildung von Kollagen. Es entstehen dabei keine Narben. Zwar handelt es sich im Allgemeinen um ein schonendes Verfahren, dennoch können beispielsweise Infektionen und Blutungen als Komplikationen auftreten.

Die Kosten für eine Laserbehandlung belaufen sich auf etwa 290 Euro pro Sitzung. Beachten solltest Du, dass eine Laserbehandlung meist nicht ausreicht, um die Tränensäcke vollständig zu entfernen. Um ein gutes Ergebnis erzielen zu können, sind vier bis fünf Sitzungen notwendig. Achtung: 3 Wochen vor und nach einer Laserbehandlung ist die Sonne zu meiden.

 

Hyaluronsäure
Eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure führt zwar nicht zur Entfernung der Tränensäcke, kann diese jedoch optisch fast unsichtbar erscheinen lassen. Ziel hierbei ist es die Tränenfurche, die sich unterhalb des Tränensackes befindet, so anzuheben, dass kein Höhenunterschied mehr zwischen der Tränenfurche und dem Tränensack besteht, was zu einem kaschierenden Effekt führt. Das Ergebnis hält ungefähr ein Jahr, danach ist eine erneute Behandlung mit Hyaluronsäure erforderlich, um die Tränensäcke zu kaschieren.

 


Da die Menge an gespritzter Hyaluronsäure pro Auge nicht mehr als ein Milliliter betragen sollte und die Verwendung von geringer Dosierung zu einem geringeren Risiko für Schwellungen führt, kann gegebenenfalls zwei bis drei Wochen nach der ersten Sitzung eine zweite notwendig sein, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können. Der Vorteil dieser Behandlung besteht darin, dass es sich bei Hyaluronsäure um eine körpereigene Substanz handelt, wodurch kaum Risiken bestehen und es in der Regel lediglich zu blauen Flecken und Schwellungen kommen kann. Die Kosten für eine Behandlung mit Hyaluronsäure beginnen bei ungefähr 290 Euro.

Gibt es Hausmittel gegen Tränensäcke?

Um Tränensäcke schnell wieder loszuwerden, kannst Du diese mit verschiedenen Hausmitteln kühlen. Geeignet dafür sind beispielsweise Teebeutel mit Schwarz- oder Grüntee, die Du nach dem Verzehr des Tees in den Kühlschrank legen kannst, um sie anschließend gekühlt auf Deine Tränensäcke zu legen. Als Alternativen können auch gekühlte Teelöffel, Gurkenscheiben oder eine Mischung aus Quark, Zitronensaft und Olivenöl dienen. Ebenso kannst Du Kühlpacks oder spezielle Kühlpads für die Augen verwenden. Außerdem hilfreich sind hautstraffende Cremes, die zum Beispiel Vitamine E enthalten, die Du in die Haut einmassieren kannst.

Kann ich Tränensäcke vorbeugen?

Vollkommen vermeiden lassen sich Tränensäcke nicht, da sie mit dem Alterungsprozess verbunden sind. Doch durch den Verzicht auf einen übermäßigen Alkohol- oder Zigarettenkonsum kannst Du die Bildung von Tränensäcken hinauszögern. Achte des Weiteren auf eine gründliche Hautpflege, da feuchtigkeitsspendende Cremes Deine Haut elastisch halten können. Ebenfalls ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für ein glattes Hautbild wichtig. Da Salz Wasser ins Gewebe einlagert und so zu einem aufgedunsenen Aussehen Deiner Haut führen kann, ist eine salzarme Ernährung empfehlenswert. Um Tränensäcken im jungen Alter vorzubeugen, ist genügend Schlaf von entscheidender Bedeutung.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da für die Behandlungen von Tränensäcken in der Regel keine medizinische Notwendigkeit besteht, sondern diese aus ästhetischen Gründen erfolgen, kommen die Krankenkassen nicht für die anfallenden Kosten auf.

 

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Tränensäcke sind sichtbare Schwellungen der Augenunterlider, die schlapp nach unten hängen
  • Eine häufige Ursache von Tränensäcken ist ein Erschlaffung der elastischen Fasern, die über die Lebensjahre ihre Spannung verlieren. Auch äußere Faktoren wie Schlafmangel, Stress, übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum, zu wenig Bewegung sowie eine kochsalzreiche Ernährung können zu Schwellungen führen, indem es zu Flüssigkeitseinlagerungen kommt
  • Als Behandlungsmöglichkeiten stehen Dir eine operative Unterlidstraffung, eine Laserbehandlung und eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure zur Verfügung, wobei sich mit einer Unterlidstraffung die besten Erfolge erzielen lassen
  • Bei vorübergehenden Tränensäcken kann eine Kühlung mit Hausmitteln wie gekühlte Teebeutel, Teelöffel, Gurkenscheiben oder Quark zur schnellen Linderung beitragen. Auch Cremes, die Vitamin E enthalten, sind empfehlenswert
  • Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die anfallenden Behandlungskosten

 

Quellen

gesundheit.de

NDR.de

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