Arthrose: Wenn sich die Gelenke langsam versteifen - MOOCI

Arthrose - Jetzt alle Informationen erfahren

Arthrose ist eine Erkrankung des Gelenks, welche durch abbauende und überlastende Prozesse im Gelenkknorpel ausgelöst wird. Ursachen des Ungleichgewichts sind eine unregelmäßige Belastung des Gelenks durch falsche Bewegungen, Fehlstellungen oder Übergewicht. Die Schmerzen, welche eine Arthrose verursachen können durch einige konservative Behandlungen verringert werden, die Arthrose kann allerdings nicht vollständig geheilt werden. Im fortgeschrittenen Stadium wählen manche Personen auch operative Eingriffe, um Schmerzen zu lindern oder die Gelenke zu ersetzen.

Dauer

60-90 Minuten

Ausfallzeit

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Hinweis: Dieser Beitrag dient zur Information über Arthrose. Es ist jedoch möglich, dass einzelne der hier aufgeführten Leistungen noch nicht von unseren Ärzten angeboten werden. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Dir bald für weitere Behandlungsfelder einen Spezialisten bieten zu können. Bei Fragen zu unserem Leistungsspektrum kannst Du Dich gerne jederzeit bei uns melden!

Was versteht die Medizin darunter?

Arthrose ist eine degenerative, nicht-entzündliche Gelenkerkrankung, bei welcher altersbedingt die Gelenkknorpel durch Abnutzung abgebaut werden. Die Abnutzungserscheinung der Knorpelschicht ist nicht umkehrbar, weshalb die Erkrankung nicht heilbar ist. Durch ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung kann Arthrose vorgebeugt werden.

 

Wie sehen die Symptome einer Arthrose aus?

Die Symptome einer Arthrose können sehr unterschiedlich sein und hängen vom Stadium und Fortschritt der Abnutzung der Gelenke ab. Meistens kommt es zu bewegungsabhängigen Gelenkschmerzen, oftmals treten diese allerdings am Beginn der Bewegung auf und lassen dann im Laufe der Belastung nach (der sogenannte „Anlaufschmerz“). Die betroffenen Gelenke fühlen sich steif an, vor allem nach längeren Ruhezeiten und können oftmals nur eingeschränkt bewegt werden. Bei Belastung der Gelenke ist ein Knirschen oder Knacksen zu hören. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Ermüdungs- und Belastungsschmerzen kommen, außerdem können Gelenke durch das ständige Reiben der Gelenkflächen anschwellen und Druckstellen entwickeln. Durch die dauernden Schmerzen kann es im Spätstadium zu Gelenkdeformierungen kommen. Sie sind von außen sichtbar und können ertastet werden.

Wie diagnostiziert der Arzt die Erkrankung?

Arthrose kann von erfahrenen Ärzten durch eine Begutachtung und klinischen Untersuchung festgestellt werden. Die Diagnose kann durch Röntgenuntersuchungen, selten auch Kernspintomografen oder Computertomografien, bestätigt werden. Eine Blutuntersuchung, um den Rheumafaktor festzustellen, ist nicht notwendig, da sie keine spezifischen Hinweise enthält.

Was sind die Ursachen einer Arthrose?

Zu einer Arthrose kommt es, wenn eine Störung des Gleichgewichts im Knorpelstoffwechsel vorliegt. Während des Umbauprozesses des Knorpelgewebes, welcher normalerweise ein natürlicher Reparaturvorgang des Knochengewebes ist, kann es zu einem höheren Aufbau als Abbau von Knorpelsubstanz kommen. Der Knochen wird durch die zunehmende Knorpelschicht stärker belastet, zusätzlich kann der Abrieb des Knorpelmaterials zu einer Entzündung des Gelenks führen. Auch im ruhenden Stadium kann dies Schmerzen verursachen, zudem ist es möglich, dass die betroffene Stelle rot und warm wird.

Auslöser des Ungleichgewichts sind unter anderem Übergewicht und Überlastung. Allerdings stellen auch genetisch bedingte Ursachen wie eine Achsenfehlstellung oder eine Stoffwechselkrankheit Risikofaktoren dar. Bereits bestehende Verletzungen der Bänder oder des Meniskus sind weitere Ursachen einer Arthrose.

Wo kann eine Arthrose auftreten?

Eine Arthrose kann potenziell an jedem der ungefähr 100 Gelenke im Körper auftreten. Es gibt jedoch einige klassischen Risikobereiche, die öfter von Arthrose betroffen sind als andere. Dazu zählen alle Gelenke, die im Laufe des Lebens stärker belastet werden als andere, etwa das Knie, das Hüftgelenk, die Finger- und Handgelenke wie auch der Fuß und die Sprunggelenke.

Wer ist am häufigsten von einer Arthrose betroffen?

Arthrose tritt meistens bei Menschen über 50 Jahren auf. Etwa 80% der Bevölkerung im Alter über 50 Jahren ist von Arthrose in verschiedenen Stadien betroffen.

 

Welche Schweregrade gibt es bei der Arthrose?

Arthrose kann in verschiedenen Schweregraden auftreten. Prinzipiell differenziert man vier verschiedene Stadien.

Im ersten Stadium ist der Gelenkknorpel noch recht gesund, aber an Stellen verdickt und strukturell verändert. Teilweise ist die Gelenkinnenhaut bereits gereizt. Im zweiten Stadium ist der Gelenkknorpel aufgefasert und hat statt einer glatten Oberfläche eine unebene Oberfläche. Im dritten Stadium ist die Knorpelschicht durch starken Abrieb verdünnt und der Gelenkspalt ist schmäler als davor. Bereits hier beginnt sich der benachbarte Knochen zu verändern. Im vierten Stadium ist die Knorpelschicht zum Teil komplett abgerieben und fehlt. Der Knochen ist deshalb verdichtet und weist Ausziehungen auf. Die schwerste Form der Arthrose ist die aktivierte Arthrose. Zwischen dem Frühstadium und dem Spätstadium einer Arthrose können oftmals viele Jahre liegen, der Zeitraum kann durch eine gute Behandlung verlängert werden.

Was ist die aktivierte Arthrose?

Wenn ein bereits von Arthrose betroffenes Gelenk zu lange oder zu stark belastet wird, kommt es zu einer aktivierten Arthrose, welche die schwerste Form des Gelenkverschleiß ist. Neben den typischen Entzündungszeichen Schmerz, Schwellung und Rötung kommt es auch zu einer starken Bewegungseinschränkung. Die Schmerzen treten dauerhaft auf. Eine aktivierte Arthrose kann behandelt werden, um die andauernden Schmerzen zu bekämpfen und diese zu „deaktivieren“.

Welche konservativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Arthrosen können nicht geheilt werden, allerdings gibt eine einige Behandlungsformen, die Abhilfe schaffen. Dazu zählen orthopädische Hilfsmittel und die Gewichtsreduktion, um die Gelenke zu schonen. Heilgymnastik ist wichtig, um das Gelenk in Bewegung zu halten, eine Schonung würde nur zu einem weiteren Abbau der Knorpelmasse führen. Schmerzmittel und Analgetika werden für ihre entzündungshemmende Komponente angewendet. Rheumasalben können äußerlich auf gesunder Haut aufgetragen werden, um die Durchblutung zu fördern. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte man über einen operativen Eingriff nachdenken.

Wann muss operiert werden?

Wenn konservative Mittel den Schmerz nicht mehr verringern können, können Operationen und künstliche Gelenke Abhilfe schaffen. Dabei ist das Stadium, das Alter und die körperliche Verfassung der Personen besonders entscheidend.

Was muss ich vor einer Operation beachten?

Vor einer Operation sollte man versuchen alle konservativen Mittel auszuschöpfen, da Operationen auch mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind. Ob und welcher operativer Eingriff angewendet wird, hängt vom Zustand des Gelenks und dessen Verschleiß ab. Allerdings spielen auch das Alter und das Behandlungsziel eine wesentliche Rolle im Entscheidungsprozess. Etwa 14 Tage vor dem Eingriff solltest Du auf blutverdünnende Medikamente wie Aspirin, Plavix, ASS, Thrombo ASS oder Marcoumar verzichten. Das gilt ebenfalls für Nikotin und Alkohol, da sich beide Wirkstoffe negativ auf die Wundheilung auswirken.

 

Wie genau verläuft die Arthrose-Operation?

Es gibt verschiedene Arten der Arthrose-Operationen, welche mit unterschiedlichen Zielen zum Einsatz kommen. Im Rahmen einer Gelenkspiegelung ist der Eingriff minimal, nur durch einen kleinen Schnitt im Gewebe führt der Chirurg die Operationsinstrumente ein. Dabei kann auch das Knorpelgewebe angebohrt werden, um die Zellen anzuregen, Ersatzgewebe zu bilden. Bereits invasiver sind Korrekturosteotomien, bei welchen Knochen neu positioniert werden, um die Belastung auf der Gelenkfläche anders zu verteilen. Oftmals operiert der Arzt bei diesem Eingriff auch die Bänder, um das gesamte Gelenk zu stärken. Sollte keine dieser Behandlungen Wirkung zeigen, kann ein Gelenkersatz diskutiert werden, bei welchem das abgeriebene Gelenk durch eines aus Metall, Keramik oder Plastik ersetzt wird.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Nach einer Operation muss eine angebrachte Bewegungstherapie weitergeführt werden. Allerdings musst Du darauf achten, dass die Belastbarkeit und Beweglichkeit einer Prothese anders ist als die eines gesunden Gelenks. Leider ist die Haltbarkeit von Prothesen bisher noch begrenzt, weshalb diese auch kontrolliert werden müssen.

Welche Komplikationen und Risiken bringt eine Operation mit sich?

Wie bei allen operativen Eingriffen, bergen auch Arthrose-Operationen einige Risiken. So sind zwar hohes Alter und andere Krankheiten keine Probleme mehr, allerdings können Infektionen auftreten. Prothesen sind nicht perfekt, weshalb sie sich lockern oder brechen können. Dies erfordert weitere Operationen.

Gibt es auch Hausmittel, welche bei Arthrose helfen?

Neben konservativen Behandlungsmethoden gibt es auch Hausmittel, die bei Arthrose helfen. So können Wärmeanwendung entspannend und schmerzstillend wirken, hierfür kannst Du Moor- oder Fangopackungen anwenden. Kälte und Eispackungen können bei einer aktivierten Arthrose allerdings mehr Abhilfe schaffen. Eine gesunde Ernährung trägt außerdem viel dazu bei, eine Arthrose zu stoppen. Mit Deinem Arzt oder Ernährungsberater kannst Du einen genauen Ernährungsplan ausarbeiten. Zuletzt hilft es auch, weiche Schuhe mit guten Sohlen zu tragen, um den Bewegungsapparat zu stützen.

Kann ich Arthrose vorbeugen?

Arthrose lässt sich durch einige Maßnahmen vorbeugen. Ein gutes Mittel ist Sport. Die regelmäßige körperliche Betätigung hilft nicht nur einen Gelenkverschleiß vorzubeugen, sondern auch, das Gewicht zu regulieren. Die Gewichtsreduktion ist eine weitere wichtige Maßnahme, um vor allem das Kniegelenk aber auch den restlichen Bewegungsapparat, zu schonen. Besonders geeignet sind Sportarten, welche die Gelenke gleichermaßen belasten, wie etwa das Schwimmen oder das Radfahren. Arthrose lässt sich bei Gelenk-Fehlstellungen frühzeitig durch eine orthopädische Korrektur vorbeugen, wodurch Überbelastungen oder Unterbelastung vermieden werden. Um den Gelenkverschleiß vorzubeugen, solltest Du außerdem auf passendes Schuhwerk achten.

 

Kann Arthrose vollständig geheilt werden?

Da es sich bei der Arthrose um eine Verschleißerscheinung handelt, kann sie nicht geheilt werden. Die Symptome können allerdings gut behandelt und der Schmerz in den Griff bekommen werden.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

Arthrose und Arthritis können leicht verwechselt werden, da beide gelenkbezogene Krankheiten sind, welche von Gelenkschmerzen angekündigt werden. Allerdings handelt es sich bei einer Arthritis nicht um die typische Alterserscheinung durch eine Fehlbeanspruchung, sondern um eine Gelenkentzündung die Menschen jeden Alters treffen kann. Durch Krankheitserreger im Blut werden Entzündungen an die Gelenke übertragen. Das kann bei Krankheiten wie Tuberkulose der Fall sein, tritt allerdings auch bei Autoimmunreaktionen auf. Während die Schmerzen bei einer Arthrose nur beim Bewegen der Gelenke auftritt, sind sie während der Arthritis auch im Ruhestatus fühlbar.

Zahlt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Dein Krankenversicherungsträger übernimmt alle Kosten für notwendigen und zweckmäßigen Behandlungen und Diagnosemaßnahmen. Normalerweise rechnen Ärzte diese Kosten direkt mit den Krankenversicherungsträgern ab. Es rät sich dies allerdings im Zweifelsfall mit Deiner Versicherung zu klären, manche erheben einen Selbstbehalt. Wahlärzte und Privatambulatorien können in Anspruch genommen werden, wie viel der Krankenversicherungsträger davon übernimmt, ist auch im Vorfeld zu klären. Du kannst Dich gerne auch an unsere Spezialisten wenden, diese beraten Dich gerne!

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Alle Informationen zusammengefasst

  • Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenke, die durch Verschleiß der Knorpel auftritt. Im frühen Stadien treten die Schmerzen nur dann auf, wenn die Gelenke in Bewegung sind. Diese können sich aber im Fall einer aktivierten Arthrose oder in einem fortgeschrittenen Stadium auch im Ruhestatus bemerkbar machen
  • Arthrose kann durch einige konservative Behandlungen, wie Schmerztabletten und Heilgymnastik, behandelt werden. Sind alle konservativen Behandlungen ausgeschöpft, kann man über einen operativen Eingriff nachdenken
  • Arthrosen sind nicht heilbar, können aber durch gesunde Ernährung und regelmäßige, gleichmäßige Bewegung vorgebeugt werden

 

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Quellen

Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.

Dejaco, C. et al: Rheumatologie-Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen. In: Ledochowski M: Klinische Ernährungsmedizin. 2010, Springer Verlag, S. 728

UniversitätsCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie Dresden

 

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