Körperformung mithilfe der Fettabsaugung! - MOOCI

Fettabsaugung (Liposuktion) - Jetzt alle Informationen erfahren

Mit zunehmendem Fokus auf das ästhetische Erscheinungsbild ist die Fettabsaugung seit ihrer Einführung in den 1980er-Jahren eines der beliebtesten kosmetische Verfahren der Welt. Die Liposuktion stellt ein schonendes Verfahren dar, um hartnäckige Fettpölsterchen an unschönen Stellen zu entfernen.

Dauer

1,5-4 Stunden

Ausfallzeit

Bis zu einer Woche

Stationär

Eine Nacht

Was versteht die Medizin darunter?

Eine Liposuktion, einfacher auch Fettabsaugung genannt, bezeichnet einen ästhetisch-chirurgischen Eingriff, bei dem Mediziner Fettzellen unter der Haut mit verschiedensten Verfahren absaugen.

 

Wann ist eine Fettabsaugung sinnvoll?

Die Liposuktion erweist sich dann als sinnvoll, wenn Du eine gezielte Entfernung und Verkleinerung von lokal begrenztem Fettdepots wünschst. Sport und Diäten können zwar zu einer Abnahme des Körperfettanteils führen, beeinflussen aber nicht die proportionale Verteilung der angelegten Stammfettzellen. Das heißt, dass eine Fettabsaugung darauf abzielt, die Form bestimmter Körperregionen zu modellieren und dadurch ein harmonisches Gesamtbild des Körpers zu schaffen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Liposuktion keine Methode darstellt, um allgemeines Übergewicht zu beheben. Das ist auch dadurch begründet, dass die Menge an absaugbarem Fett begrenzt ist.

An welchen Körperstellen kann ich mir Fett absaugen lassen?

Prinzipiell ist eine Fettabsaugung an fast allen Regionen des Körpers durchführbar. Die am häufigsten behandelten Körperstellen sind der Bauch und die Taille, die Hüfte, Flanken, der Brustbereich, das Kinn und der Nacken, die Oberschenkel (innen und außen), die Oberarme, der Rücken sowie das innere Knie.

Für wen ist die Fettabsaugung geeignet?

Die Fettabsaugung ist für Personen geeignet, die trotz Diäten und Sport über überschüssige Fettpölsterchen verfügen. Bei Frauen liegen die Problemzonen häufig im Bereich des Pos und der Oberschenkel, wohingegen bei Männern Fettablagerungen oft am Bauch auftreten. Die Liposuktion stellt hierbei eine erfolgreiche Methode dar, um das unerwünschte Fett zu entfernen.

Häufig saugen Mediziner auch Fett ab, um Männerbrüste bei Vorliegen einer Lipomastie (einer vermehrten Ansammlung von Fettgewebe in der männlichen Brust) zu behandeln oder wenn sich Patienten eine Straffung der Hals-Kinn-Partie wünschen. Ebenfalls ist eine Fettabsaugung zur Behandlung von Lipödemen anwendbar.

Bei korrekter Durchführung ist eine Liposuktion ab der Volljährigkeit bis ins hohe Alter möglich. Dennoch ist zu beachten, dass die Qualität des Bindegewebes und der Haut mit zunehmendem Alter nachlässt, wodurch eventuell eine zusätzliche Straffung des abgesaugten Bereichs erforderlich ist, da die Haut sonst hängen kann oder Falten entstehen.

Nehme ich durch die Liposuktion ab?

Eine Liposuktion ist nicht automatisch mit einer Gewichtsabnahme verbunden. Anhand von Patientenberichten ist bekannt, dass ein möglicher Gewichtsverlust nicht exakt der Menge des abgesaugten Fettes entspricht. Das möchten wir Dir durch das folgende hypothetische Beispiel verdeutlichen: Haben Du und Dein behandelnder Arzt im Beratungsgespräch besprochen, dass eine Fettabsaugung von etwa zwei Litern erfolgen soll, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Du nach der Operation zwei Kilogramm weniger wiegst. Oftmals tritt gar kein Gewichtsverlust auf. Daher ist eine Fettabsaugung keine geeignete Methode, um abzunehmen, sondern um eine bessere Formgebung der betroffenen Körperzone zu erzielen. Begründet wird dies durch eine vermehrte Einlagerung von Wasser in die abgesaugten Areale. Im Verlauf der Monate sollte ein Gewichtsverlust erkennbar sein.

 

Was passiert vor dem Eingriff?

Vor dem Eingriff findet ein Beratungsgespräch mit Deinem behandelnden Arzt statt, in dem Dich dieser über die Möglichkeiten, Grenzen und etwaige Komplikationen einer Liposuktion aufklärt. Ebenfalls kannst Du hier Deine Wünsche in Bezug auf die Körperformung äußern.
Als Entscheidungshilfe kann eine Computer-Fotosimulation beitragen, die Dir am Bildschirm zeigt, wie Du nach der Operation aussehen könntest.

Des Weiteren finden eine Elektrokardiografie (EKG) und Blutuntersuchung statt.
Die Überprüfung Deines Blutes ist unter anderem deshalb wichtig, um die sogenannte APC-Resistenz auszuschließen. Dabei handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der die gerinnungshemmende Wirkung des aktivierten Protein C (kurz: APC) geschwächt ist. Betroffene sind dadurch anfälliger für eine Thrombose.

Was muss ich vor der Liposuktion beachten?

Ungefähr zwei Wochen vor der Liposuktion solltest Du möglichst auf Nikotin verzichten. Des Weiteren solltest Du eine Woche vor der Operation keine blutverdünnenden Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, einnehmen. Wir möchten Dich außerdem darauf hinweisen, dass bei einer Liposuktion nur die Entfernung einer begrenzten Menge an Fett, meist zwei bis vier Liter Fett, möglich ist, da bei einer größeren Menge eine Gesundheitsgefährdung besteht (Thrombosen). Dadurch sind eventuell, je nach Ausgangssituation und Wunsch Deinerseits, weitere Sitzungen notwendig.

Welche verschiedenen Methoden gibt es?

Eine Liposuktion kann prinzipiell unter Vollnarkose, im Dämmerschlaf oder unter örtlicher Betäubung erfolgen. Die Dauer kann eineinhalb bis vier Stunden betragen. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht notwendig.

Zu Beginn der Behandlung setzt der plastische Chirurg einen minimalen Hautschnitt oder Einstich mit einer Länge von etwa ein bis fünf Millimeter, in der Regel an einer unauffälligen Stelle wie im Bauchnabel oder in den Gesäßfalten. Anschließend spritzt er durch den Schnitt mittels einer Kanüle oder Nadel eine sogenannte Tumeszenz-Lösung in das Unterhautfettgewebe. Diese spezielle Spülflüssigkeit besteht im Wesentlichen aus physiologischer Kochsalzlösung, Adrenalin und meist einem Betäubungsmittel. Durch Verwendung eines Lokalanästhetikums ergibt sich ein deutlich geringeres Risiko im Vergleich zu einer Vollnarkose.

Während sich die Fettzellen mit der Tumeszenz-Lösung vollsaugen, lockert sich das überschüssige Fettgewebe und der Mediziner kann dieses mit einer an die Kanüle verbundenen Spritze oder Vakuumpumpe absaugen. Um das Absaugen zu unterstützen, können unterschiedliche Techniken zur Anwendung kommen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, das Herauslösen der Fettzellen durch einen fächerförmigen Wasserstrahl zu erleichtern. In der Fachsprache heißt diese Methode Wasserstrahl-assoziierte Liposuktion. Ebenfalls gibt es die Vibrations-Liposuktion, bei der sich kleine vibrierende Kanülen bis zu 80 Mal pro Sekunde bewegen.

 

Eine spezielle Form der Fettabsaugung ist die Vaser-Liposuktion, die sich durch das sogenannte Bodycontouring auszeichnet. Ziel hierbei ist neben der Minimierung der Fettzellen, Muskeln und Proportionen genau zu definieren, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Um dies zu erreichen, kann der plastische Chirurg zusätzlich zur klassischen Fettabsaugung das Fett an anderen Stellen proportional hinzufügen.
Die Vaser-Liposuktion basiert auf einer Ultraschalltechnik, bei der eine Sonde bis zu mehrere Zehntausend Male in einer Sekunde vibriert und dadurch das Fett aus dem Gewebe löst. Die Vorteile dieser Methode bestehen darin, dass das Bindegewebe keine Belastung erfährt und Nebenwirkungen wie leichte Schwellungen im Vergleich zur klassischen Fettabsaugung geringer ausgeprägt sind.

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

Nach der Behandlung bekommst Du eine spezielle Kompressionswäsche, die Du etwa sechs Wochen an den abgesaugten Arealen tragen musst. Da keine komplette Absaugung der Tumeszenz-Flüssigkeit erfolgt, tritt diese meist innerhalb der ersten drei Tage in Deinen Verband aus. Gegebenenfalls kann dann ein Verbandswechsel erforderlich sein. Zwar können postoperativ Schmerzen auftreten, diese sind jedoch vergleichbar mit einem Muskelkater. Falls notwendig, bekommst Du schmerzstillende Medikamente verschrieben. Um die Regeneration zu unterstützen, kann Dir Dein Arzt ebenfalls abschwellende und entzündungshemmende Arzneimittel verordnen. Arbeitsfähig bist Du nach zwei bis drei Tagen. Auf Sport solltest Du hingegen für circa vier bis sechs Wochen verzichten. Ebenfalls solltest Du in den ersten vier bis acht Wochen jede Art von Hitze vermeiden. Darunter zählen beispielsweise Sonnenbäder, Solarium, Sauna und heiße Bäder.

Welche Risiken und Komplikationen können auftreten?

Im Allgemeinen ist die Liposuktion ein relativ sicherer operativer Eingriff. Während des Verfahrens kann es durch die Absaugkanüle zu Nerven- und Gefäßschädigungen kommen, die mit Blutungen einhergehen können. Selten treten nach der Operation Infektionen auf. Typisch ist hingegen das postoperative Auftreten von Schwellungen, die allerdings nach wenigen Tagen zurückgehen. Weitere Risiken können eine Hyperpigmentierung der Haut, Narbenbildung, Hautnekrose sowie Thrombose und daraus folgend eine Lungenembolie sein. Ebenfalls besteht die Gefahr, dass sich die Haut nach einer Liposuktion nicht mehr strafft.

Wann kann ich das fertige Ergebnis sehen?

Etwa zwei Monate nach dem Eingriff kannst Du ein vorläufiges Ergebnis sehen. Vorher ist durch auftretende Schwellungen noch keine Beurteilung der Körperformung möglich.
Bis eine vollständige Heilung des Gewebes eingetreten ist, können etwa drei bis sechs Monate vergehen. Erst ab diesem Zeitpunkt kannst Du mit dem endgültigen Ergebnis rechnen. Einmal abgesaugtes Fett kann nicht wieder nachwachsen. Jedoch können sich noch verbliebene Fettzellen wieder auffüllen und dadurch vergrößern. Das bedeutet, dass Du an der abgesaugten Stelle zwar theoretisch wieder zunehmen kannst, diese Gewichtszunahme jedoch in deutlich geringem Umfang geschieht als vor der Operation, da nun weniger Fettzellen vorhanden sind.

Gibt es auch nicht-operative Methoden?

Nicht-operative Methoden, bei denen keine Hautschnitte stattfinden, sind die Kryolipolyse und die Injektionslipolyse.

Kryolipolyse
Bei der Kryolipolyse setzen Mediziner einen speziellen Applikator auf die Haut, wodurch das Fettgewebe einer Kälte von bis zu minus acht Grad Celsius ausgesetzt ist. Durch eine solch niedrige Temperatur kommt es zur Zerstörung der Membran der Fettzellen, woraufhin der Körper das frei werdende Fett über Stoffwechselwege aus dem Körper transportieren kann. Ein Gelpad schützt die Haut und das umliegende Gewebe, sodass die Kälte dieses nicht zerstören kann. Nebenwirkungen, die im Zuge der Behandlung auftreten können, sind unter anderem Blutergüsse, Schwellungen, Taubheitsgefühl, Rötungen und Berührungsempfindlichkeit. Des Weiteren ist zu beachten, dass Personen mit bestimmten Grunderkrankungen prinzipiell von einer Kryolipolyse ausgeschlossen sind. Dazu zählen beispielsweise Schädigungen der Lymphdrüsen, Herzerkrankungen, Hepatitis C, Sensibilitätsstörungen und periphere Durchblutungsstörung. Ebenfalls ist eine Kryolipolyse bei Frauen in der Schwangerschaft oder während der Menstruation nicht anwendbar.

 

Injektionslipolyse
Bei der Injektionslipolyse, einfacher auch als „Fett-Weg-Spritze“ bezeichnet, kommt ein Wirkstoff namens Desoxycholsäure zum Einsatz, der nach Einspritzung mit einer Nadel in das zu behandelnde Fett-Areal zur Zerstörung der Fettzellen führt. Daraufhin baut der Körper das zersetzte Fett ab. Bei dieser Behandlungsmethode sind meist mehrere Sitzungen im Abstand von etwa zwei bis sechs Wochen notwendig.

Es sei darauf hingewiesen, dass diverse medizinische Spezialisten die Injektionslipolyse ablehnen, da die Forschung auf diesem Gebiet unter anderem in Bezug auf Dosierung und Nebenwirkungen noch nicht abgeschlossen ist. Es bestehen keine ausreichenden klinischen Studien darüber, ob es nicht neben den Fettzellen auch noch zur Auflösung weiterer Strukturen, zum Beispiel des Bindegewebes, kommt. Weiterhin bestehen keine Erfahrungen über die Langzeitverträglichkeit dieser Methode. Die Injektionslipolyse stellt daher keine Alternative für eine Fettabsaugung dar.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Die genauen Kosten sind unter anderem vom Umfang der Operation abhängig und von Arzt zu Arzt verschieden. Willst Du an einer Körperregion Fett absaugen lassen, betragen die Kosten zwischen etwa 2500 Euro und 5000 Euro (z.B. der Vaser-Technologie). Bei der Behandlung von vier Körperregionen variieren die Preise von ungefähr 5000 Euro bis 8000 Euro.

Des Weiteren musst Du meist mit Kosten für das Beratungsgespräch rechnen. Diese belaufen sich zwischen 30 Euro und 80 Euro. Entscheidest Du Dich letztlich für eine Fettabsaugung, verrechnet Dein behandelnder Arzt oftmals den für die Beratung anfallenden Betrag. Die Kompressionswäsche ist nicht immer in den OP Kosten enthalten und kostet im Schnitt 120 Euro.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da eine Liposuktion in der Regel aus rein ästhetisch motivierten Gründen erfolgt, übernehmen die Krankenkassen nicht die anfallenden Kosten. Ist ein Lipödem und eine medizinische Indikation bekannt, übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten.

 

Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Bei einer Liposuktion, auch als Fettabsaugung bezeichnet, handelt es sich um einen ästhetisch-chirurgischen Eingriff, bei dem Mediziner Fettzellen unter der Haut mit Kanülen absaugen
  • Eine Liposuktion ist zur Körperformung sinnvoll, jedoch nicht zur reinen Gewichtsreduktion
  • Die am häufigsten behandelten Körperstellen sind der Bauch und die Taille, die Hüfte, der Brustbereich, das Kinn und der Nacken, die Oberschenkel, die Oberarme, der Rücken sowie das innere Knie
  • Bei der Fettabsaugung kommt nahezu überall standardmäßig die Tumeszenz-Liposuktion zur Anwendung. Die Vaser-Liposuktion eignet sich hervorragend zum Bodycontouring
  • Mögliche Komplikationen umfassen Schwellungen, Nerven- und Gefäßschädigungen, Blutungen, Infektionen, Hyperpigmentierung der Haut, Narbenbildung, Hautnekrose sowie Thrombose und daraus folgend eine Lungenembolie
  • Mit dem endgültigen Ergebnis kannst Du frühestens ab circa zwei bis sechs Monaten rechnen
  • Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die anfallenden Behandlungs- kosten. Der Preis für eine Fettabsaugung variiert je nach Technik zwischen 2000 – 8000 Euro. Ist eine medizinische Indikation bekannt, kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen.

 

Quellen

Nürnberger Klinik

Sophienklinik

Onmeda

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Kleinere Fettpolster können neben der klassischen Fettabsaugung auch mit der Kryolipolyse behandelt werden. Dabei wird mithilfe eines speziellen Aufsatzes das Gewebe angesaugt, Unterdruck erzeugt und anschließend für einige Sekunden stark abgekühlt. Die Fettzellen sterben durch die Kälte ab und werden innerhalb einiger Wochen vom Körper ausgeschieden.

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