10 Fakten über Rosazea (Kupferrose)

Falls Deine Haut häufig stark gerötet ist und schnell gereizt oder irritiert reagiert, dann könntest Du unter der Krankheit Rosazea leiden. Doch das ist kein Grund zur Panik! Wir informieren Dich über den Verlauf und die Ursachen der Erkrankung, aber auch über die Behandlungsmethoden und was du vorbeugend tun kannst. MOOCI verrät Dir die zehn wichtigsten Fakten über Rosazea, damit Du im Notfall schnell reagieren kannst.

1. Was versteht die Medizin unter Rosazea?

Rosazea ist eine chronische Erkrankung der Haut, welche Rötungen und Entzündungen hervorruft. Sie kommt schubweise und tritt vorrangig im Erwachsenenalter auf. Die Kupferrose kommt bei sehr vielen Menschen vor, allein in Deutschland leiden etwa vier Millionen an der Hauterkrankung. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl um einiges höher sein dürfte, da viele der Betroffenen sich nicht einmal bewusst sind, dass sie Rosazea haben.

2. Wie sehen die Symptome von Rosazea aus?

Typische Symptome sind Rötungen der Haut und erweiterte rote Äderchen. In den meisten Fällen tritt ein unangenehmer Juckreiz und ein Brennen auf. Zudem reagiert die Haut sehr schnell empfindlich und irritiert. Das tückische an der Kupferrose ist, dass die Anzeichen in einem fortgeschrittenen Stadium stark denen einer Akne ähneln, weshalb Betroffene im ersten Moment nicht an eine Rosazea-Erkrankung denken.

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3. Welche Schweregrade gibt es bei der Kupferrose?

Die Medizin unterscheidet vier verschiedene Phasen der Rosazea. Im Vorstadium tritt das so genannte „Flushing“ auf. Es tauchen plötzlich immer mal wieder Rötungen in Deinem Gesicht auf und Deine Haut reagiert sehr sensibel. Bei Stadium I ziehen sich die geweiteten Äderchen nicht mehr zusammen und schimmern konstant durch Deine Haut hindurch. Die Rötungen ähneln einem leichten Sonnenbrand. Zudem treten Juckreiz und Brennen auf. Im zweiten Stadium bilden sich Pusteln und Papeln, welche stark an Akne erinnern. In der letzten Phase kommt es zu entzündlichen Hautknötchen und Schwellungen. Diese entstehen durch Wassereinlagerungen (Ödeme).

4. Gibt es verschiedene Arten der Erkrankung?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Formen der Rosazea. Ein paar der wichtigsten haben wir Dir hier zusammengetragen.

Persistierendes Rosazea-Ödem:

Diese Form tritt zwar sehr selten auf, ist aber leider auch leicht zu übersehen, da die Symptome nicht sofort ersichtlich sind. Viele der Patienten nehmen irgendwann eine leichte Veränderung der Gesichtskontur wahr, welche durch Ödeme hervorgerufen wird. Meist befinden sich diese im Bereich der Stirn, Nase oder Wange.

Rosazea conglobata:

Sie tritt in den meisten Fällen bei Frauen auf. Symptome sind verhärtete Stellen sowie knotige und teilweise blutige Abszesse. Die Haut ist gereizt und entzündet.

Granulomatöse Rosazea:

Auf der geröteten Haut kommt es zu rötlich braunen Knötchen, welche sich über Dein ganzes Gesicht ausbreiten. Diese Entzündungen können glatt, aber auch schuppig oder krustig sein. Bleibt die Rosazea unbehandelt, dann entwickeln sich starke Verhärtungen.

Rosazea fulminans:

Diese Variante tritt meist bei weiblichen Patienten im Alter von 20 bis 30 auf. Sie schreitet zügig voran und geht mit heftigen Entzündungen einher. Innerhalb weniger Wochen bilden sich Pusteln und Knoten, welche oftmals eitrig wässern. Die Symptome erinnern stark an eine schwere Akne.

Phymata bei Rosazea:

Hier entsteht die sogenannte „Knollennase“ (Rhinophym). Es sind hauptsächlich Männer von dieser Form der Rosazea betroffen und sie tritt nur in sehr seltenen Fällen vor dem 40. Lebensjahr auf. Eine tiefliegende chronische Entzündung führt dazu, dass sich Bindegewebe und Talgdrüsenhyperplasie konstant vermehren. An der Nase bilden sich Knoten und lassen diese dadurch nach und nach größer und unförmiger wirken.

5. Welche Ursachen rufen die Erkrankung hervor?

Der Grund für den Ausbruch der Krankheit liegt leider nach wie vor im Dunkeln. Die Medizin geht jedoch davon aus, dass sowohl eine erbliche Veranlagung als auch eine Störung der Abwehrmechanismen oder der Kommunikation zwischen Nerven und Blutgefäßen vorliegt.

Störung des Immunsystems:

In Deinem Körper befinden sich kleine Eiweiß-Teilchen, sogenannte Peptide, welche verhindern, dass sich Keime in einer Wunde ansiedeln. Normalerweise kommen diese Teilchen bei einem gesunden Menschen nur in einer geringen Anzahl vor. Bei Patienten, welche unter Rosazea leiden, bildet die Haut eine große Menge an Peptiden, welche die Neubildung von Blutgefäßen fördern. Zudem spalten sich diese vermehrt, was Deine Hautzellen dazu anregt, entzündende Stoffe freizusetzen, was wiederum zu den typischen Rötungen in Deinem Gesicht führt.

Kommunikationsprobleme zwischen Nerven und Blutgefäßen:

Die Nerven sind unter anderem für die Durchblutung Deiner Haut zuständig. Bei Hitze weiten sich die Blutgefäße und bei Kälte ziehen sich diese wieder zusammen. Bei der Rosazea-Erkrankung funktioniert diese Kommunikation nicht mehr reibungslos. Die Nerven sind entzündet, die Blutgefäße öffnen sich schon beim schwächsten Reiz und verengen sich anschließend nicht mehr wieder.

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6. Welche Auslöser kommen in Frage?

Rosazea kommt meist in Schüben und kann unterschiedliche Auslöser haben. Es ist also wichtig, dass Du genau beobachtest, wann sich bei Dir der nächste Schub bemerkbar macht. Häufige Auslöser sind UV-Strahlen, Hitze, Kälte, Alkohol, Nikotin oder zu scharfe Speisen. Doch auch Stress, bestimmte Kosmetika oder eine hormonelle Umstellung, können dazu führen, dass die Erkrankung erneut ausbricht.

7. Wer ist am häufigsten von der Kupferrose betroffen?

Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Für gewöhnlich tritt die Erkrankung nicht bei Patienten auf, welche unter 30 sind. In den meisten Fällen kommt es sogar erst nach dem 50. Lebensjahr zu einem Ausbruch der Rosazea. Bei helleren Hauttypen tritt die Krankheit vermehrt auf, als bei dunkleren Hauttypen. Spezielle Formen der Rosazea, wie das Rhinophym, kommen hauptsächlich bei Männern vor, wohingegen Frauen öfter von der Rosazea conglobata betroffen sind.

8. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die schlechte Nachricht ist, dass sich Rosazea bislang noch nicht vollständig heilen lässt. Die gute Nachricht ist allerdings, dass es heutzutage eine große Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten gibt, mit denen Du die Erkrankung in den Griff bekommst. Ein paar dieser Methoden stellen wir Dir nun vor.

Lokale Behandlung:

Bei einer leichten Form der Rosazea hilft oftmals schon eine örtliche Behandlung mit Antibiotika oder entzündungshemmenden Cremes. Inhaltsstoffe, wie Metronidazol oder Azelainsäure wirken gut gegen die Knötchen und Blasen auf Deiner Haut. Die Behandlung sollte über einen langen Zeitraum erfolgen, da ansonsten die Rückfallquote hoch ist. Gegen die unliebsamen Rötungen helfen die Cremes jedoch nicht.

Systematische Behandlung:

In einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, reicht eine lokale Behandlung nicht mehr aus. Meist verschreibt Dir der Arzt Antibiotika in Tablettenform. Diese hemmen die Entzündungsherde, zudem wirken die Inhaltsstoffe im gesamten Körper, was die Effizienz der Therapie erhöht.

Wichtig: Lasse Rosazea nicht mit Cortisol behandeln, da sich die Symptome dadurch häufig verschlimmern!

Laserbehandlung:

Damit Du auch die Rötungen im Gesicht los wirst, kannst Du auf eine Lasertherapie zurückgreifen. Der Arzt behandelt die betroffenen Partien mit gebündelten Lichtstrahlen, wodurch sich die Gefäße wieder zusammenziehen. Oftmals kommt diese Methode ebenfalls beim Rhinophym zum Einsatz.

Dermabrasion:

Bei der Dermabrasion entfernt der Arzt die oberste Hautschicht, indem er diese vorsichtig abschleift. Anschließend trägt er eine spezielle Salbe auf, welche eine schnelle Wundheilung fördert. Nach ca. zehn Tagen löst sich der Wundschorf ab.

9. Wie kann ich die betroffenen Stellen am besten pflegen?

Vermeide extreme Temperaturen. Wenn Du also morgens Dein Gesicht wäschst, dann am besten mit lauwarmen Wasser. Auf Peelings solltest Du grundsätzlich verzichten, da diese Deine Haut nur unnötig reizen. Bei Pflegeprodukten dürfen keine Inhaltsstoffe wie Menthol, Kampfer oder Natriumlaurylsulfat enthalten sein. Achte ebenfalls darauf, dass der pH-Wert Deiner Waschlotion in einem leicht sauren Bereich (4,0-4,5) liegt. Trockne Dein Gesicht bitte nicht durch festes rubbeln, sondern tupfe es lieber sanft ab. Du musst definitiv nicht auf Make-Up verzichten. Wichtig ist nur, dass Du Produkte wählst, welche Deine Haut nicht noch zusätzlich reizen. Im besten Fall sind die Kosmetika frei von Alkohol, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen. Greife vermehrt zu Bio- und Naturprodukten.

10. Was kann ich vorbeugend tun?

Die Krankheit an sich lässt sich leider nicht vorbeugen. Allerdings kannst Du beobachten, was den nächsten Schub auslöst und diesen sogenannten „Trigger“ vermeiden. Verzichte auf eine intensive Sonnenbestrahlung, Alkohol und aggressive Reinigungsmittel. Bei der Ernährung solltest Du darauf achten nicht zu heiße oder zu scharfe Speisen zu Dir zu nehmen.

Das wichtigste zu Rosazea noch einmal kurz zusammengefasst: 

  • Rosazea ist eine chronische Erkrankung der Haut, welche meist im Gesicht auftritt und in Schüben erscheint
  • Typische Symptome sind: dauerhaft gerötete und gereizte Haut, welche juckt und brennt; im fortgeschrittenen Stadium ähnelt Rosazea einer schweren Akne
  • Häufige Auslöser sind extreme Hitze oder Kälte, Alkohol oder zu scharfes Essen
  • Die Krankheit ist nicht komplett heilbar, aber es besteht eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten
  • Bei Hautpflegeprodukten und Make-up solltest Du unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten.
  • Hast Du den Verdacht, dass Du unter einer Kupferrose leidest, dann kannst Du gerne einen Experten von MOOCI kontaktieren. Unsere geprüften Ärzte beraten Dich sehr gerne und versuchen mit Dir den besten und schnellsten Lösungsweg für Dein Problem zu finden!

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