Anzeichen für einen Wassermangel im Körper!
Anzeichen für einen Wassermangel im Körper!

Es ist Sommerzeit und immer häufiger werden auch bei uns Rekordtemperaturen geknackt. Solange der nächste Ort für eine kleine Abkühlung nicht weit ist, freuen sich trotz allem die meisten an solch einem tropischen Klima. Für den Körper können Hitzewellen aber eine Herausforderung darstellen. Vor allem unser Wasserhaushalt wird dabei ins Ungleichgewicht gebracht. Niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind dann erste Anzeichen. Wie Du Wassermangel erkennst und ihm vorbeugst, verraten wir Dir hier.

Warum ist Wasser für unseren Körper so wichtig?

Ungefähr siebzig Prozent unseres Körpers bestehen aus Wasser. Es lagert in den Zellzwischenräumen und füllt Zellen aus, ist großer Bestandteil des Blutes und macht ein Arbeiten des ganzen Körpers überhaupt erst möglich. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass Menschen so sehr auf diesen Lebensquell angewiesen sind. Für alle biochemischen Vorgänge benötigt unser Körper in der ein oder anderen Weise Wasser. Trotzdem trinken viele Menschen zu wenig und belasten damit dauerhaft Ihren Körper. Dabei hat Wasser nicht nur im Arbeitsprozess innerer Organe eine wichtige Funktion, auch an der Haut bewirkt eine ausreichende Wasserzufuhr wahre Wunder.

Und schließlich nimmt auch die Konzentrationsfähigkeit, Koordination, Gedächtnisfunktion und Lernfähigkeit nachweislich bei ausreichender, regelmäßiger Wasserzufuhr zu. Die Menge des Wassers, das Du täglich trinkst, nimmt also auf vielfältige Weise Einfluss auf Deinen Körper und hält eine Schlüsselfunktion bei der Linderung gerade unspezifischer Beschwerden inne. Ausreichendes Trinken unterstützt beim Abnehmen, macht wacher, verbessert den Schlaf und kann sogar depressive Verstimmungen lindern.

Aber was passiert in unserem Körper, wenn wir nicht genug trinken?

Einer aktuellen Studie zufolge trinkt die Mehrheit der Deutschen täglich ungefähr 20% weniger als es der gesunden Trinkmenge entsprechen würde. Führen wir unserem Körper aber zu wenig Wasser zu, hat das mitunter drastische Folgen. Bei Wassermangel dickt das Blut ein und wird zähflüssiger. Dies beeinflusst die Fließgeschwindigkeit des Blutes negativ. Abbauprodukte, die das Blut eigentlich abtransportieren und ausscheiden sollte, bleiben dann länger im Körper. In der Folge bilden sich auch leichter Blutgerinnsel, die zu gefährlichen Erkrankungen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können.

Gleichzeitig transportiert das durch Wassermangel zähflüssigere Blut schlechter Sauerstoff an das Gehirn – Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Schwindel sind die spürbaren Folgen. Bei starkem Wassermangel, von Medizinern übrigens Dehydratation genannt, schaltet das Gehirn dann auf Notfallmodus: Der Schwindel nimmt zu, vor den Augen wird es schwarz und man fällt in Ohnmacht. Damit holt sich das Gehirn den fehlenden Sauerstoff und die Flüssigkeit zurück – im Liegen gelangt das Blut nämlich leichter bis zum Kopf, um dort wieder für Ordnung zu sorgen.

Außerdem kann der Körper die kleinsten Blutgefäße, die Arteriolen, unter Wassermangel nicht mehr ausreichend durchbluten. Über diese gibt er unter physiologischen, also normalen, Bedingungen überschüssige Wärme ab. Gelangt aber nicht ausreichend Blut in die Arteriolen, kann der Körper seine Temperatur nicht mehr adäquat regulieren. Gerade bei Sommertemperaturen ist das jedoch besonders wichtig.

Wie sehen die Warnzeichen von Wassermangel aus?

Die Warnzeichen von Wassermangel sind vielfältig und meist bemerken wir sie zu spät. Sie reichen von Kopfschmerzen und Schwindel bis zu dunklem Urin und sogar Nierenschmerzen.  Aber das deutlichste Zeichen ist natürlich der Durst. Damit signalisiert unser Körper uns, dass er nun dringend Flüssigkeits-Nachschub benötigt. Jedoch empfinden vor allem alte Menschen nicht selten nur wenig Durst. Auch der Haut sieht man schnell den Wassermangel an, vor allem trockene Hände und Lippen sind ein Zeichen. Wenig verwunderlich versorgt der Körper nämlich zuerst wichtigere Organe wie das Herz mit der notwendigen Flüssigkeit.

Allerdings wird trockene Haut allzu häufig stattdessen mit einer nicht ausreichenden Hautpflege in Verbindung gebracht, und somit nur das Symptom, nicht aber die Ursache, bekämpft. Die Schleimhäute, in Form trockener Mundschleimhaut, zeigen ebenfalls früh Anzeichen von Flüssigkeitsmangel. Dieser macht sich außerdem noch im Magen-Darm-Trakt bemerkbar: Flüssigkeitsmangel verringert das Stuhlvolumen und macht ihn härter. Chronische Verstopfung, Obstipation genannt, ist dann die Folge. Zusätzlich zu ausreichendem Trinken kann man diese ebenfalls mit dem Essen ballaststoffreicher Nahrung wie Hülsenfrüchten bekämpfen.

Das Ausmaß des Wassermangels bleibt uns in der Regel unbekannt, dabei melden sich der Körper meistens erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Ziel sollte jedoch sein, den Warnzeichen von Wassermangel schon vorzubeugen.

Wie viel solltest Du eigentlich trinken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät Erwachsenen zu circa 1,5 Litern pro Tag. Allerdings benötigt der Körper bei sportlicher Betätigung zwischen 0,5 und einem Liter mehr pro Stunde. Und auch Erbrechen, Durchfall und Infekte belasten den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Gerade in solchen verwundbaren Momenten benötigt der Körper zusätzlich Wasser. Männer benötigen übrigens auch mehr Flüssigkeit als Frauen, weil sie mehr schwitzen und dadurch auch mehr Flüssigkeit verlieren.

Wassermangel vorbeugen

Was aber kann man tun, um den inneren Schweinehund zu überwinden? Ein Schlüssel zum Erfolg ist das Etablieren einer Routine, die ausreichendes Trinken ermöglicht und auch bei fehlendem Durstgefühl immer wieder daran erinnert. So kannst Du zum Beispiel immer gleich nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken und dann weiter über den Tag hinweg Trinken mit wiederkehrenden Verhaltensweisen verknüpfen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät beispielsweise zu jedem Essen ein großes Glas Wasser zu trinken.

Außerdem ist es sinnvoll, sich bei der Arbeit, beim Fernsehen oder Lesen, sowie anderen regelmäßigen Tätigkeiten immer ein Getränk in Sichtweite zu stellen. Eine Extraportion Flüssigkeit kannst Du auch mithilfe besonders wasserreicher Lebensmittel wie Äpfel und Gurken zu Dir nehmen. Dass zu weniges Trinken ein universelles Phänomen ist, haben übrigens auch App-Entwickler herausgefunden und Apps für Smartphones entwickelt, die Dich ans Trinken erinnern.

Regelmäßiges, ausreichendes Trinken ist in jedem Fall eine der einfachsten Methoden Deinem Körper etwas Gutes zu tun und ihn auf vielfältige Weise zu stärken. Wasser ist ein Alleskönner – Schönheitselixier und Antidepressivum in einem. Das solltest Du Dir zunutze machen!