Behandlung von Verbrennungen

Viele von uns können sich noch an den Griff auf die heiße Herdplatte erinnern und wie schmerzhaft diese Erfahrung war. Aber auch der allseits bekannte Sonnenbrand fällt unter die Verbrennungen und kann ganz schön unangenehm sein. Was Du bei einer Verbrennung machen solltest und wie eine Verbrennung behandelt werden muss, haben wir für Dich zusammengefasst.

Verbrennungsgrade.

Eine Verbrennung kann durch direkten Hitzekontakt oder durch heiße Flüssigkeiten, Kontakt mit heißen Gegenständen, Chemikalien oder elektrischen Strom entstehen.

Die Haut besteht aus drei Schichten, der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut. Je nach Tiefe und Schweregrad der Verbrennung teilt man diese in verschiedene Grade ein.

Grad I.

Hier handelt es sich um eine Verbrennung, die nur die obersten Schichten der Epidermis betreffen. Dabei können Schwellungen, Rötungen oder auch ein Spannungsgefühl auftreten. Das Ausmaß der Verbrennung ist meist erst nach mehreren Stunden zu erkennen und der Abheilungsprozess dauert einige Tage, Narben bleiben aber keine zurück. Bei Sonnenbränden handelt es sich meistens um Grad I Verbrennungen, die Du am besten mit After Sun Lotionen oder cortisonhaltigen Salben behandeln kannst. Wie Du Deine Haut am besten vor der Sonne schützt und was Du sonst noch bei Sonnenbrand machen kannst, erfährst Du HIER.

Grad II.

Liegt Grad II vor, so wurde die Oberhaut und die Lederhaut verletzt. Je nachdem wie tief die Verbrennung in die zweite Hautschicht reicht, stuft man diese in Grad IIa oder Grad IIb ein. So lässt sich die Verletzung in eine oberflächliche oder eine tiefe Verbrennung unterscheiden. Grundsätzlich sollte ein Arzt Verbrennungen behandeln, sobald diese Blasen mit sich bringen.

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Grad IIa.

Hier reicht die Verbrennung in die obersten Schichten der Lederhaut und wird daher aus medizinischer Sicht als eine oberflächliche Verbrennung eingestuft. Die Wunde weist eine deutliche Rötung sowie Blasenbildung und eine feuchte Oberfläche auf. Der Heilungsprozess dauert rund ein bis zwei Wochen und Du kannst diesen mit Salben und Wundauflagen unterstützen. Nach Abheilung bleiben keine Narben zurück.

Grad IIb.

Liegt eine Verbrennung dieses Grades vor, so wurde auch die gesamte Dermis (Lederhaut) verletzt und man spricht von einer tiefen Verbrennung. Die Wunde ist feucht, gerötet oder gelb-weißlich und weist Blasen auf. Da die Nervenenden in dem verbrannten Bereich verletzt wurden, sind Schmerzen nicht mehr so stark zu spüren. Der Wundheilungsprozess dauert mehrere Wochen und in den meisten Fällen bleiben Narben zurück.

Grad III.

Bei einer Verbrennung dritten Grades sind alle drei Hautschichten verletzt. Die Hautschichten sind völlig zerstört und können nur bis zu einem gewissen Maße wiederhergestellt werden. Das Schmerzempfinden ist stark gemindert beziehungsweise kaum noch vorhanden. Bis diese Wunden verheilen, kann es Monate dauern und bedarf besonderer medizinischer Betreuung. Es bleiben teils große Narben zurück, welche sich im Laufe der Zeit zusammenziehen können.

Aus medizinsicher Sicht gibt es neben den drei genannten Graden auch noch einen vierten. Hierbei spricht man von einer Verkohlung. Neben einer kompletten Verbrennung der Haut, sind auch Muskeln, Sehnen und Knochen betroffen. Ärzte können dieses Areal nicht mehr retten und müssen bei diesen schweren Verletzungen sogar häufig Gliedmaßen amputieren.

Akutversorgung bei Verbrennungen.

Eine Verbrennung solltest Du so schnell wie möglich versorgen. Da Schmuck und Kleidung speichern Wärme, ist es besonders wichtig, diese rasch zu entfernen. Kleidung, die bereits mit dem Körper verklebt ist, sollte man nicht mehr versuchen, zu entfernen! Eine schnelle Kühlung sollte ebenfalls stattfinden. Dabei musst Du darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Kaltes Wasser oder Eis können ebenfalls das Gewebe schädigen, daher sollte das Wasser lauwarm sein und die Kühlung möglichst nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern. Anschließend musst Du die Wunde mit einem lockeren Wundverband schützen, damit sie so keimfrei wie möglich bleibt. Solltest Du keine Mullbinden finden, kannst Du auch Alufolie oder saubere Tücher verwenden. Danach solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen oder bei größeren Wunden die Rettung alarmieren.

Behandlung von Verbrennungen.

Nach der Erstversorgung folgt die eigentliche Behandlung der Verbrennung. Hier musst Du wieder darauf achten, welcher Verbrennungsgrad vorliegt.

Bei einer Verbrennung ersten Grades solltest Du milde Lotionen oder Gele zur Kühlung verwenden. Anschließend kannst Du eine fetthaltige Salbe auftragen, da die Haut nach einer Verbrennung besonders viel Pflege braucht. Diese Verbrennung ist wie ein Sonnenbrand und sollte Dir keine Sorgen machen, braucht aber dennoch Deine Pflege und Aufmerksamkeit.

Verbrennungen zweiten Grades sind etwas schwieriger zu behandeln und es bedarf ab einer bestimmten Tiefe ärztliche Unterstützung. Handelt es sich um den Grad IIa, so solltest Du kleine Blasen nicht aufstechen oder aufkratzen. Salbenverbände eignen sich gut für den weiteren Heilungsprozess, da diese die Wunde optimal schützen. Achte bei den Verbänden darauf, dass diese nicht mit der Wunde verkleben. Den Verband solltest Du zu Beginn etwa einmal täglich wechseln. Sollten sich größere Blasen mit Wundflüssigkeit bilden, kann man diese unter sterilen Bedingungen abtragen. Suche dafür am besten Deinen Hausarzt auf oder fahre ins Krankenhaus.

Handelt es sich um eine tiefe Verbrennung (Grad IIb und Grad III), so muss diese zunächst gut gereinigt und desinfiziert werden, um Entzündungen vorzubeugen. Hier möchten wir noch einmal betonen, dass starke Brandwunden von einem Arzt versorgt werden müssen! Nur ein Spezialist kann feststellen, wie tief die Verbrennung reicht und ob er die Wunde konservativ oder operativ versorgen muss. Unter konservativ fällt eine Behandlung mit Salbenverbänden, die eine antimikrobielle Wirkung haben. Sollte dies nicht mehr möglich sein, so muss der Arzt die Wunde mit einem Hautersatz versorgen. Dafür muss er zunächst die abgestorbene Haut entfernen und die Wunde anschließend mit einem Hauttransplantat bedecken. Gerade tiefe Verbrennungen sind sehr anfällig für Infektionen, weshalb man hier besonders darauf achten muss, dass die Wunde so steril wie möglich bleibt. Sofern notwendig wirst du zudem vorsorglich mithilfe von Antibiotika behandelt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Allerdings kann man Infektionen nie ganz ausschließen.

Verbrennungsnarbe am Oberarm
Verbrennungsnarbe am Oberarm

Darüber hinaus hinterlassen Verbrennungen von diesen Schweregraden Narben, welche sich zu hypertrophen oder atrophen Narben entwickeln können. Hypertrophe Narben liegen oberhalb des normalen Hautbildes, während die atrophen Narben abgesenkt sind. Gerade bei Verbrennungen dritten Grades kann es auch noch zu Schrumpfungen des Narbengewebes kommen, wodurch die Beweglichkeit eingeschränkt werden kann. Wie Du diese Narben am besten behandeln lassen kannst, haben wir für Dich bereits in einem Blogpost zusammengefasst. Einfach HIER klicken und Du kommst zu dem Beitrag!

Abschließend haben wir noch einmal alle wichtigen Informationen für Dich zusammengefasst:

  • Je nach Tiefe der Verbrennung, teilt man diese in drei Grade ein, wobei der zweite Grad noch einmal unterteilt wird in IIa und IIb.
  • Eine Verbrennung solltest Du schnellstmöglich mit lauwarmen Wasser für etwa fünf bis zehn Minuten kühlen.
  • Eine leichte Verbrennung kannst Du mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion gut versorgen. Sobald die Brandwunde Blasen aufzeigt, solltest Du einen Arzt aufsuchen oder die Rettung alarmieren!
  • Schwere Verbrennungen müssen im Krankenhaus behandelt werden und haben oftmals eine Hauttransplantation zur Folge.
  • Bei der Wundheilung können atrophe oder hypertrophe Narben entstehen, welche zu Bewegungseinschränkungen und Spannungsgefühlen führen können. Ärzte können diese aber gut behandeln!
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