Die neuesten Meilensteine in der Plastischen Chirurgie

Die Plastische Chirurgie entwickelt sich ständig rasant weiter und Ärzte können mittlerweile Operationen durchführen, von denen wir vor ein paar Jahren nur träumen konnten. Eine vollständige Gesichtstransplantation, gezüchtete Haut aus dem Labor oder die zahlreichen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion? Wir zeigen Dir heute die Highlights der neuesten Fortschritte und bringen Dich zum Staunen.

Die neuen Wunder der Transplantation

Im September 2001, nur wenige Tage vor 9/11 wurde der Feuerwehrmann Patrick Hardison bei einem Einsatz schwer verletzt und unter einem brennenden Hausdach eingeklemmt. Er überlebte, doch sein Gesicht trug furchtbare Schäden davon. Doch im August 2015 führte ein Team von mehr als 100 Ärzten, OP-Schwestern, Pflegern, OP-Assistenten und technischem Personal die bis dahin komplizierteste Gesichtstransplantation durch.  Auch Andrew Sandness bekam im Juni 2016 ein neues Gesichtstransplantat mit Nase, Wangen, Mund, Lippen, Kinn, Kiefer und Zähne, nachdem er zehn Jahre lang nach einem Selbstmordversuch mit den schwerwiegenden Schäden leben musste. Dabei wurde auch 3D-Printing eingesetzt, um das ästhetischen und funktionelle Ergebnis zu verbessern. Am Ende der Transplantation inklusive Haut, Fett, Muskeln, Nerven, Knorpel und Knochen, konnte Sanders sogar wieder sprechen, kauen, und riechen. Doch um diese Wunder zu ermöglichen, gab es viele Schritte bis zur vollständigen Gesichtstransplantation. 2005 wurde in Frankreich die erste teilweise Gesichtstransplantation durchgeführt, nachdem die Französin Isabelle Dinoire von ihrem Hund gebissen wurde. Im November dieses Jahres transplantierten Ärzte ihr die fehlenden Gesichtspartien und ermöglichten ihr somit wieder zu sprechen und lächeln. Bis heute gab es insgesamt 36 Gesichtstransplantation, und durch die Einbindung der 3D-Printing Technologie gibt es heutzutage immer mehr Möglichkeiten, die Transplantation so genau wie möglich durchzuführen und anzupassen.

Dabei beschränken sich die Transplantationsmöglichkeiten längst nicht mehr auf das Gesicht. 2015 wurde die erste erfolgreiche Handtransplantation bei einem Jungen durchgeführt. Der Junge, der mit zwei Jahren aufgrund einer Blutvergiftung beide Hände verloren hat, kann heute seine Hände wieder bewegen und einsetzen. Bis dahin wurden zwar Gliedmaßen zwischen eineiigen Zwillingskindern erfolgreich übertragen, eine Transplantation zwischen nicht verwandten Kindern sind jedoch immer gescheitert. Die Schwierigkeit liegt dabei jedoch nicht in der Transplantation selbst, sondern wird dadurch entschieden, ob der Körper das transplantierte Körperteil annimmt oder nicht. Mit Hilfe von Medikamenten, die den Körper dabei unterstützen das neue Körperteil anzunehmen und einer positiven Einstellung, ist solch eine Transplantation jedoch möglich.

Fortschritte in der Rekonstruktion

Frauen, die mit Brustkrebs kämpfen tragen oft eine Doppelbelastung. Einerseits der oft lebensbedrohliche Kampf mit der Krankheit und andererseits der Verlust der eigenen Brust, und die damit verbundene Angst des Identitätsverlusts. Doch zum Glück hat auch hier die Medizin unglaubliche Fortschritte gemacht und bietet heutzutage zahlreiche Möglichkeiten die Brust wiederaufzubauen und sogar die Brustwarze mit Hilfe des „Nipple Sharing“ wiederherzustellen. Die Methoden der Rekonstruktion reichen dabei von der Körpereigenen freien oder gestielten Transplantation, also der Transplantation mit Blutgefäßen aus dem Rücken oder Bauch, bis hin zur Verwendung von synthetischen Transplantaten.

Aber auch für die Rekonstruktion anderer Körperteile, verwenden Ärzte heutzutage revolutionäre Methoden. Bei einer 47-jährigen Krankenschwester wurde zum Beispiel nach einer Tumorentfernung die Hälfte der Zunge aus Muskelgewebe des Oberschenkels rekonstruiert. Der neu eingesetzte Teil besitzt zwar keine Eigenbeweglichkeit, der restliche Teil der Zunge sorgt jedoch ganz normal für Bewegung beim Sprechen, Trinken und Essen. Und auch Nasen können Ärzte mit Hilfe von Rippenknorpel zunächst auf der Stirn anzüchten und schließlich auf die Nase herunterschwenken. Die dabei entstehenden Löcher werden durch Hauttransplantationen vom Oberschenkel verdeckt und Narben mittels Laser behandelt bis sie verblassen.

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Gezüchtete Haut – schon längst mehr als nur eine Wunschvorstellung

Doch bald ist man vielleicht gar nicht mehr auf die körpereigene Hauttransplantation angewiesen, denn bei der Transplantation mit menschlicher Haut bilden sich oft Narben. Wissenschaftler arbeiten daher hart daran Haut aus dem Glas zu züchten und die derzeitigen Fortschritte sind beeindruckend! 2015 gelang es Wissenschaftlern in Zürich eine komplexe menschliche Haut im Labor von zehn mal zehn Zentimeter inklusive Ober- und Unterhaut, sich selbst erneuernden Stammzellen, Blutgefäßen und Pigmentzellen zu züchten. 2016 wurde in Japan anschließend erstmals künstlich gezüchtetes Hautgewebe aus Stammzellen auf Mäusen erfolgreich transplantiert. Doch diese Entwicklungen sind nicht nur für die Transplantation ein riesen Fortschritt. Seit 2013 dürfen Kosmetika in der EU nicht mehr an Tieren getestet werden, man muss sie dennoch einer Prüfung unterziehen. Aus diesem Grund benötigt die Forschung Hautproben, an denen sich die Kosmetika testen lässt oder auch Wissenschaftler die Entstehung und Behandlung von Hautkrankheiten erforschen können.

Die neuesten Meilensteine in der Plastischen Chirurgie noch einmal kurz für Dich zusammengefasst:

  • 2015 wurde zum ersten Mal eine komplexe Gesichtstransplantation durchgeführt
  • 2005 führten die Ärzte die erste teilweise Gesichtstransplantation in Frankreich durch
  • Es gibt heutzutage zahlreiche Methoden eine Brust nach einer Mastektomie wieder zu rekonstruieren
  • Wissenschaftler arbeiten daran menschliche Haut aus dem Reagenzglas zu züchten und haben 2016 erstmals erfolgreich gezüchtete Haut auf Mäusen transplantiert
  • Falls Du Dich auch für die Geschichte der Plastischen Chirurgie interessierst, haben wir die Highlights hier für Dich zusammengefasst

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