Ein Tag mit… Dr. Doris Spreitzer

Hast Du Dich schon mal gefragt, was ein Plastischer Chirurg in der Früh macht und wie wohl sein Wochenende aussieht? Wir bei MOOCI haben uns diese Fragen zumindest schon mehrmals gestellt, was uns dazu gebracht hat, eine neue Serie auf unserem Blog zu starten: „Ein Tag mit…“. Ab sofort geben wir Dir regelmäßig Einblicke in das Leben unserer Ärzte. Vor wenigen Wochen haben wir Dr. Doris Spreitzer in ihrer Ordination besucht und ihr ein paar Fragen zu ihrem Alltag gestellt.

 

Der Kindheitstraum.

Dr. Doris Spreitzer ist Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und hat auch die Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin gemacht. Der Berufswunsch war schon sehr früh da. Bereits im Alter von 14 Jahren wusste sie, dass sie Plastische Chirurgin werden möchte! „Ich habe eine Dokumentation über Plastische Chirurgie im Fernsehen gesehen und wusste sofort, dass ist mein Beruf! Ich komme aus einer Nicht-Ärzte-Familie, habe aber sicherlich einiges an Talent von meinen Handwerker-Eltern mitbekommen. Als kleines Kind habe ich immer schon mitgeholfen, egal ob beim Hausbau oder im Garten, vor allem aber in der Schneiderwerkstatt meiner Mutter, ich habe eben viel mit den Händen gemacht, geformt und geschaffen.“

Die Ausbildung zur Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie dauert circa neun Jahre und zu Beginn ihrer Ausbildung war Dr. Spreitzer im Krankenhaus in der Rekonstruktion tätig. Recht schnell hat sie aber mit der Spezialisierung auf den ästhetischen Bereich begonnen. „Ich bin sehr pingelig und sehr genau! Für mich sind Spezialisierungen der Weg zum Ziel. Erst wenn man sich auf Dinge konzentriert und bis ins Detail alles darüber weiß, dann kann man auch gut sein!“

Neben ihrer Tätigkeit als Plastische Chirurgin ist Dr. Spreitzer auch auf vielen internationalen Fortbildungen, Kongressen oder bei Kollegen, entweder zum fachlichen Austausch oder um selbst Vorträge zu halten. Eines ihrer Lieblingsziele sind die USA, insbesondere die Ostküste. „Dort wird die Ästhetik mit der gleichen Wertigkeit gesehen wie beispielsweise die Neurochirurgie oder Kardiologie. Es wird dort viel ernster genommen und auch wahnsinnig viel Wissenschaft dazu betrieben.“ Zudem reist sie auch zu Kollegen nach Frankreich, Belgien und Italien. „In Asien besuche ich auch immer wieder Messen, Vorträge und Kollegen. Hier liegt der Fokus vor allem auf der Hautqualität. Asien ist führend im Bereich der Oberflächenbehandlungen, was für mich auch immer wahnsinnig spannend und lehrreich ist.“

Ein typischer Tag.

Ein ganz normaler Tag beginnt bei Dr. Spreitzer bereits um 5:00 morgens. Es folgen 15-20 Minuten Yoga zum wach werden und danach gibt es ein schnelles Frühstück. Nachdem sie sich frisch gemacht hat, geht es auch schon um 6:45 in die Ordination, die sich praktischerweise in ihrem Haus befindet. Diese Zeit nutzt sie um die Buchhaltung zu erledigen, Kostenvoranschläge zu bearbeiten oder Statistiken zu erstellen. „Mein Schreibtisch ist immer randvoll! Montags und Donnerstags sind Operationstage. An Montagen operieren wir im Medicent in Baden, wo wir gemeinsam mit dem Team um 7:00 hinfahren.“ Donnerstags führt Dr. Spreitzer Eingriffe in ihrer Ordination durch, die beginnen meist um 7:30.

„Meine Lieblingsoperationen sind eigentlich die Brust und das Gesicht! Operationen an der weiblichen Brust zählen genauso zu meinen Leidenschaften wie Operationen im Gesicht (Facelifts, Lidstraffungen,… ). Diese Regionen liebe ich, da der Anspruch hier Kreativität erfordert und ganz individuell gearbeitet werden muss. Mittlerweile zählen aber auch die Liposuktionen und das Bodyforming zu meinen Favoriten. Die Resultate sind einfach genial und es ist einfach spannend, wenn du diese Transformation siehst.“

Dienstag, Mittwoch und Freitag sind die Besprechungstage in der Ordination, die beginnen meist um 8:30 und können schon mal bis 19:00 oder 20:00 gehen. „Ich nehme mir immer sehr viel Zeit für meine Patienten. Gerade bei Erstgesprächen plane ich immer mindestens eine Stunde ein. Zudem sehe ich jeden Patienten vor einem operativen Eingriff ein zweites Mal und das dauert auch mindestens eine halbe Stunde. So zeitintensiv es auch klingt, ich kann nur so arbeiten, mir ist es einfach besonders wichtig, dass ich genug Zeit für meine Patienten habe!“

An Besprechungstagen führt Dr. Spreitzer auch Behandlungen wie Botox®- und Fillerinjektionen, Laserbehandlungen oder Peelings durch. Außerdem führt sie auch die postoperativen Nachkontrollen sowie Verbandswechsel an diesen Tagen durch.

Dr. Spreitzer
Dr. Doris Spreitzer

Auf die Frage, ob sie Trends oder Entwicklungen in ihrer Branche beobachten kann, spricht Dr. Spreitzer ein für sie sehr wichtiges Thema an. „Patienten glauben, wenn Sie etwas über eine Behandlung lesen, beispielsweise das Fadenlift, dass dies auch bei ihnen funktioniert. Dem ist aber nicht immer  so! Eine Behandlung kann einfach nicht zu jedem passen, dem müssen sich Patienten erst bewusst werden. Beratungsgespräche sind so wichtig, da ich die Ausgangssituation und das Gesamtbild beurteilen und untersuchen muss, ich darf den Patienten nicht auf das zu behandelnde Areal reduzieren. Der Busen muss zum Körper passen, genauso wie die Lippen zum Rest passen müssen. Erst wenn das passiert ist, kann ich ein passendes Behandlungskonzept für den Patienten erstellen.“

Wenn zwischen 19:00 und 21:00 dann der letzte Patient die Ordination verlässt, gibt es noch ein kurzes Gespräch mit der Sekretärin, um noch wichtige Dinge und den nächsten Tag zu besprechen. „Danach geht es nach oben und ich koche noch eine Kleinigkeit für mich und meinen Mann. Zum runterkommen lese ich gerne oder schaue einen Film auf Netflix. Vor dem Einschlafen meditiere ich aber jeden Tag für circa zehn Minuten, das hilft mir wirklich immer zum abschalten!“

Die Wochenenden verbringt Dr. Spreitzer meist im Büro, wo sie liegengebliebene Aufgaben abarbeitet und die kommende Woche vorbereitet. „Alle zwei Wochen widme ich den Samstag aber ganz meiner Mama. Die wohnt in St. Pölten und da gibt es dann immer Familienzeit! Da wird nicht über Medizin oder die Arbeit gesprochen. Wir machen Ausflüge oder im Sommer verbringen wir die Zeit im Garten. Irgendetwas neu zu gestalten fällt uns immer ein. Da kann ich immer super entspannen und abschalten und das ist mir auch wirklich sehr wichtig!

Reisen ist eine weitere Leidenschaft von mir, ich liebe es fremde Kulturen zu entdecken, da interessieren mich vor allem die Menschen, warum sie wo und wie leben, welchen Einfluss die geographischen Bedingungen auf das Leben haben und vieles mehr. Leider fehlt mir hierfür die Zeit, aber über die Jahre habe ich trotzdem schon viel gesehen. Das öffnet den Horizont und zeigt einem, dass es viele Möglichkeiten gibt glücklich zu werden.“

„Sie haben mein Leben total verändert!“

Bei der Frage, ob sie sich an etwas erinnern kann, dass besonders schön war, antwortete Dr. Spreitzer wie aus der Pistole geschossen mit einem lauten „Ja“. „Eine Patientin wünschte sich eine Brustvergrößerung und bei der Frage, ob der Kinderwunsch schon abgeschlossen sei, antwortete sie nur, dass sie nach zehn Jahren die Hoffnung aufgegeben haben und selbst künstliche Befruchtungen nicht funktionierten. Nach der Operation habe ich die Patienten noch einmal zur Nachkontrolle gesehen, aber dann nichts mehr von ihr gehört. Drei Jahre später hat sie sich einen neuen Termin ausgemacht. Als sie bei der Tür reinkam, hat sie mich so angestrahlt und mir gesagt, dass ich ihr Leben verändert habe! Denn drei Monate nach der Brustvergrößerung wurde sie schwanger! Bei dieser Geschichte bekomme ich immer wieder Gänsehaut!“

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