Moderne Verfahren der Brustvergrößerung
Unser Beirat Dr. Jürgen H. Reus, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, verrät Euch in seinem Gastbeitrag, welche Methode der Brustvergrößerung sich immer größerer Beliebtheit erfreut!

Die Vergrößerung der Brust ist vielen nur mit Silikonimplantaten bekannt. Weltweit wurde der Eingriff 2015 mehr als 1,4 Millionen Mal durchgeführt. Brandaktuell und viel schonender ist die Eigenfetttransplantation zur Brustvergrößerung und für alle die, die sich den Luxus leisten wollen, die Kombination beider Verfahren. Die perfekte Brust – ohne tastbares Implantat.

Selbstbewusstsein, Lebensfreude und Ausstrahlung hängen von der Selbstwahrnehmung ab. Das gute Aussehen – Die Frau, die in die Praxis des Plastischen Brustchirurgen kommt, hat den Wunsch, sich einer Brustoperation zu unterziehen, um einen selbst empfundenen Makel zu korrigieren, der Selbstbewusstsein und persönliche Zufriedenheit beeinträchtigt. Gründe, warum Frauen sich für eine Brustvergrößerung entscheiden sind z.B. der Wunsch nach Harmonisierung der Körperproportion, der Ausgleich bei Asymmetrie, die Korrektur von Form und Volumen nach der Stillzeit oder Gewichtsabnahme.

Ästhetische Maßnahme.

Die Brustvergrößerung, auch Mammaaugmentation genannt, gehört in die Kategorie der ästhetischen Chirurgie innerhalb der Plastischen Chirurgie. Der durchführende Arzt sollte Facharzt für plastische Chirurgie mit dem Schwerpunkt Brustoperationen sein.

In einigen Fällen kann es sich bei einer Brustvergrößerung auch um eine medizinisch indizierte Operation handeln. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn eine entstellende Fehlbildung der weiblichen Brust vorliegt.

Geschichte der Brustvergrößerung.

Mit dem Aufbau der Brust beschäftigen sich Ärzte seit 1890. Im Jahr 1895 wurde von dem Chirurgen Vinzenz Czerny erstmals eine Brustvergrößerung vorgenommen, indem er in die Brust einer Tumorpatientin ein Lipom, also eine gutartige Fettgeschwulst der Patientin, verpflanzte, um die Asymmetrie nach einer Brustamputation auszugleichen.

Bis in die späten fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts erprobten Mediziner diverse Techniken der Brustvergrößerung wie zum Beispiel die Injektion von Paraffin, Bienenwachs, Silikonöl oder Polyethylen. Meist führte die Verwendung solcher Substanzen zu Komplikationen mit schweren Entzündungen. 1961 wurde auf Initiative der Dow Corning Company von zwei Ärzten aus dem texanischen Houston das erste Silikonimplantat entwickelt, das 1963 auf den Markt kam. 20 Jahre später wurde genau dieses Unternehmen von hunderten von Frauen verklagt, da in den USA eine heftige Kontroverse darüber ausgebrochen war, welche Rolle Silikonimplantate bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen und Gesundheitsschädigungen spielten. Dieser Zusammenhang wurde nie bewiesen. 1992 wurden die Silikonfüllungen von der FDA in den USA verboten und nach zahlreichen Studien und der technischen Weiterentwicklung der Implantate 2006 wieder zugelassen, da eine Gefahr für Patientinnen ausgeschlossen werden konnte. In Europa gibt es seit vielen Jahren die CE-Kennzeichnung. Diese Zertifizierung steht für Sicherheit und Qualität von Medizinprodukten. Zudem erhält jede Patientin einen sogenannten „Implantat-Pass“, in dem der Arzt alle wichtigen Daten der Implantate nach der Operation einträgt. Achte auf Qualität und Gütesiegel, wenn es um Deine Gesundheit geht!Moderne Techniken der Brustvergrößerung

Eigenfetttransplantation.

Eigenfett an der Brust, zur Verbesserung des Volumens und der Kontur, anzuwenden wurde oft versucht, scheiterte aber bis vor fünfzehn Jahren in größerem Umfang an der Aufbereitung. Das Problem war einfach, dass es keine sichere Methode zur sterilen Sammlung, Aufbereitung und Abfüllung der Fettzellen gab. Weiter wusste man nicht wie man die Zellen richtig handhabt um größere Volumen transplantieren zu können. So kam es zu hohen Verlusten nach der Transplantation mit Ungenauigkeiten bei der Ergebnisqualität und entsprechend schlechter Wahrnehmung der Methode in der Gesellschaft. Diese Probleme gelten seit 2009 als gelöst und die wissenschaftlichen Belege sind hundertfach erbracht. Die Zellverluste liegen unter 30% und durch verbesserte Techniken konnten die transplantierten Mengen je Seite auf über 700ccm in Abhängigkeit von der vorliegenden Brust angehoben werden.

Die Kombination von Eigenfetttransplantation und Silikonimplantaten bringt neue Perspektiven bei mehreren bisher nur schwer lösbaren Problemen oder bisher unbefriedigenden Lösungsansätzen. So kann zum Beispiel die sehr kleine Brust mit wenig Haut-Fett-Mantel bei der ein Implantat stets tastbar und wahrscheinlich auch sichtbar geworden wäre, nun mit Eigenfetttransplantation vorbehandelt, um dann in einem zweiten Eingriff mit einem sicher ummantelten Implantat geringerer Größe endgültig vergrößert zu werden.

Eine ganz neue Perspektive bietet sich für Frauen mit Implantaten die zwar nach 10 Jahren keine Schwäche zeigen, deren Hautmantel aber über dem Implantat zu weit geworden ist. Üblicherweise wäre jetzt entweder ein Implantattausch oder eine Straffungsoperation notwendig geworden um die ästhetische Wahrnehmung instand zu setzen. Durch die Behandlung mit eigenem Fett kann der Arzt die Brust neu modellieren und gleichzeitig verschwinden auch noch lästige Fettpölsterchen durch die Entnahme. So bleiben der Patientin lästige Narben und Kosten zu Gunsten eines natürlichen Ergebnisses erspart.

Ganz besonderes modern ist aktuell der Wunsch nach der Kombinationslösung Implantat und Eigenfetttransplantation vor dem Hintergrund des natürlichen Tastgefühls und der optimalen Ausformung mit XXL Effekt. Hierbei kann der Chirurg zunächst klassisch Silikonimplantate in Dual Plane Technik (Doppellagen-Technik) setzen und dann ist sechs Monate später die optimale Modellierung mit Eigenfett möglich. Auf diese Weise entstehen Brüste bei denen das Implantat fast nicht mehr erkennbar ist, die weich im Tastgefühl sind und die geschmeidig mit den Körperbewegungen mitschwingen.


Eigenfett wird auch mit großem Erfolg auf der rekonstruktiven Seite der Medizin eingesetzt. So werden Unebenheiten der Körperoberfläche ausgeglichen, Narben transplantiert und auch Brüste nach abgeschlossener Krebstherapie durch Eigenfetttransplantation aufgebaut.

Die Anwender der Methode sollten ausschließlich Fachärzte für plastische Chirurgie sein und auf diesem sensiblen Gebiet hochspezialisierte Fachkräfte sein. Durch Mangel an Kenntnis im Umgang mit der Methode ist schnell der gute Ruf durch schlechte Ergebnisse oder schlecht beratene Patienten beschädigt.

Heilung und Ausfallzeiten.

Bei der Eigenfetttransplantation kommen im Rahmen der Nachbehandlung und Erholung deutlich weniger Belastungen auf die Patientinnen zu, als bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Die Operation findet in der Regel ambulant in Vollnarkose statt. Schmerzen an der Brust treten nur in den seltensten Fällen auf. Die Patientin sollte sich etwa 5-7 Tage Zeit nehmen, um sich von dem Eingriff zu erholen und für ein optimales Oberflächenergebnis sollte der Patient für drei Monate ein Kompressionsmieder tragen. Das Schmerzempfinden an den Entnahmestellen gleicht einem Muskelkater. Sport und Belastung sind nach zehn bis vierzehn Tagen unproblematisch wieder möglich. Bei erweitertem Volumenwunsch ist eine zweite Transplantation nach drei Monaten möglich.

Welche Lösung die richtige für Dich ist und ob Eigenfett, auch wenn es nach der richtigen Lösung klingt, für Dich richtig ist, erfährst Du von Deinem Spezialisten.

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