PRP-Plasmatherapie – blutjung mit dem Vampirlift
Die PRP-Plasmatherapie, umgangssprachlich auch bekannt als Vampirlift oder Dracula Lifting, hat in der Vergangenheit schon allein wegen der Namensgebung für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch Prominente schwören darauf. So sorgten beispielsweise Kim Kardashian und Bar Refaeli mit ihren Posts für Schlagzeilen: Sie veröffentlichten Bilder ihrer blutbefleckten Gesichter während eines Lifts. Doch was steckt dahinter? Es handelt sich um eine ästhetische Behandlung, die durch die Verwendung von Eigenblutplasma ein jüngeres Erscheinungsbild verspricht. Wir haben für Euch alle Fakten überprüft und geben Euch hier die wichtigsten Informationen.

Wie die PRP-Behandlung funktioniert

Das Eigenblut des menschlichen Körpers enthält Wachstumsfaktoren, die im Blutplasma zu finden sind. Die Blutplättchen ermöglichen eine schnelle Hautregeneration und unterstützen zudem das Haarwachstum. Bei der Behandlung stimuliert man die Haut durch eine Microneedling-Behandlung und injiziert anschließend das sogenannte PRP. Die Stimulation der Bindegewebszellen regt wiederum die Kollagen- und Elastinproduktion an. Daraus erklärt sich das Kürzel „PRP“ für Platelet Rich Plasma (plättchenreiches beziehungsweise thrombozytenreiches Plasma). Bei der PRP-Plasmatherapie handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren. Die Behandlung wird folglich ambulant, im Liegen, durchgeführt. Außer einem leichten Piksen der Nadelstiche haben die Patienten mit keinen Schmerzen zu rechnen. Besonders empfindlichen Personen kann der Arzt vorab eine schmerzlindernde Creme auftragen.Worauf Du achten solltest: Sieben Tage vor der PRP-Therapie solltest Du keinesfalls blutverdünnende Medikamente wie Aspirin, Ibuprofen etc. einnehmen, da sie die Vitalität der Blutplättchen hemmen. Auch auf Vitamin C und Nahrungsergänzungsmittel solltest Du verzichten, besprich dies aber vorab mit Deinem Arzt!Zu Beginn der Behandlung erfolgt die Blutabnahme. Um das Plasma isolieren zu können, wird das Blut dann in speziellen Röhren zentrifugiert. Anschließend bringt der Arzt das PRP mit feinen Nadeln oder mittels Micro-Needling in die betroffenen Stellen ein. Dies fördert zudem die Durchblutung und regt die körpereigene Produktion von Hyaluron an. Eine Sitzung dauert insgesamt etwa 40 Minuten.
Vorbereitung einer PRP-Behandlung
Vorbereitung einer PRP-Behandlung
Nach der Behandlung können Rötungen auftreten, welche bis zu fünf Tage sichtbar sind! Auf Make-Up solltest Du direkt danach noch verzichten, jedoch kannst Du Dich am nächsten Tag wieder normal schminken und so mögliche Rötungen gut kaschieren. Jetzt geprüfte Ärzte finden

PRP-Plasmatherapie für bessere Haut

Die PRP-Plasmabehandlung kann den ersten Anzeichen der Hautalterung entgegenwirken und das Hautbild verbessern. Sowohl Frauen als auch Männern ist es somit möglich, Falten an Gesicht, Hals, Händen und Dekolleté vorzubeugen. Folgende positive Effekte können mit dem Vampir-Lift eintreten:
  • Verjüngung der Haut, Milderung von Fältchen
  • Verbesserte Hautelastizität
  • Verbesserte Hautfarbe & Teint
  • Aufhellung von Augenringen
  • Verbesserung von Narben und Pigmentstörungen
  • Verkleinerung der Hautporen
Die Anhebung von tiefen Falten ist mit dem Vampirlift allein jedoch kaum möglich. Bei Patienten mit starkem Volumenverlust kann der Arzt die PRP-Therapie deshalb mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin kombinieren.

PRP-Plasmatherapie bei Haarausfall

Die im Blutplasma enthaltenen Wachstumsfaktoren unterstützen auch das Wachstum der Haare. Dank der erhöhten Durchblutung und Zellregeneration, können diese mit der Therapie dichter und kräftiger nachwachsen. Die Injektion in die Kopfhaut ermöglicht zudem eine Stimulation der Haarwurzel. Voraussetzung ist jedoch, dass noch Haare vorhanden sind. Denn ansonsten gibt es keine Haarwurzeln, die der Arzt behandeln könnte! Anwendbar ist diese bei:
  • Erblich bedingtem Haarausfall
  • Haarausfall durch Nährstoffmangel
  • Kreisrundem Haarausfall
  • Autoimmunerkrankung
Wir empfehlen Euch zudem mit einem Allgemeinmediziner zu sprechen, da auch der Lebensstil (insbesondere die Ernährung) Einfluss auf den Haarwuchs nehmen kann.

Ergebnisse für Haut und Haar

Ungefähr zwei bis drei Wochen nach der ersten Sitzung wirst Du die Ergebnisse der Zellregeneration sehen können. Vielleicht fällt Dir auch schon davor eine Verbesserung des Hautbildes auf. Für optimale Ergebnisse sind zwei bis drei Wiederholungen im Abstand von drei bis vier Wochen empfehlenswert. Das Resultat hält ein Jahr. Danach ist eine Auffrischung notwendig.
Behandlung mit PRP
Behandlung mit PRP
 Für die Behandlung von Haarausfall empfehlen sich häufigere Wiederholungen. In etwa drei bis sechs Sitzungen im Abstand von drei bis vier Wochen entsprechen der Norm. Dadurch kann das Haarwachstum verbessert werden. Auch hier zeigen sich die Ergebnisse ein paar Wochen nach der Behandlung.

Risiken und Nebenwirkungen

Da es sich um eine körpereigene Substanz handelt, sind Unverträglichkeiten ausgeschlossen. Bei einer Kombination mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin kann jedoch eine unerwünschte Reaktion auf diese Substanzen auftreten. Selten treten Blutergüsse, Schwellungen oder blaue Flecken auf. Diese verschwinden jedoch binnen kürzester Zeit wieder. Aufgrund der Injektionen besteht auch ein minimales Restrisiko einer oberflächlichen Infektion oder Entzündung. Nach der Behandlung wird das Gesicht, beziehungsweise die Kopfhaut, durch die gesteigerte Durchblutung und die Einstiche gerötet sein. Kühlung kann hier Abhilfe schaffen. Vorsicht ist bei infizierten oder akuten Hautkrankheiten (Neurodermitis, Schuppenflechte etc.), sowie Störungen der Blutgerinnung, Lebererkrankungen und Krebserkrankungen geboten. In diesen Fällen rät der Arzt oft von einer Behandlung ab.

Die Kosten einer PRP-Plasmabehandlung

Die Kosten für eine Sitzung starten bei 300 Euro für einen Behandlungsbereich. Manche Praxen bieten auch Paketpreise an, die zwei bis drei Wiederholungen oder mehrere Körperbereiche beinhalten und insgesamt günstiger sind. Exakte Preisdetails holst Du dir am besten Vorweg von Deinem Arzt.

Unser Expertentipp:

 
Matthias Koller - Expertentipp
Dr. Matthias Koller, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Den meisten ist die PRP-Behandlung unter Vampir-Lift bekannt. Die wenigsten wissen, dass sich die PRP-Behandlung aber auch bei Haarausfall sehr gut eignet.Die Wachstumsfaktoren in den Thrombozyten aktivieren die bestehenden Haarfollikel und fördern deren Regeneration. Daher kann die PRP-Behandlung sowohl zur Vorbeugung von Haarausfall, als auch bei verschiedensten Ursachen von Haarverlust (androgenetisch, nach Schwangerschaft, bei Alopecia areata, etc.) eingesetzt werden.Wichtig ist neben der PRP-Behandlung eine Unterstützung durch topische Mittel und eine Abklärung möglicher Ursachen für den Haarausfall. Dies kann durch mikroskopische Analyse von Haarwurzeln, durch verschiedene Labor-Tests oder durch immunologische Abklärung erfolgen.

Im Video sieht man, wie die PRP-Behandlung abläuft.

Alles Wichtige zur PRP-Plasmatherapie noch einmal zusammengefasst:

  • Die PRP-Plasmatherapie nennt man umgangssprachlich gerne „Vampirlift“, weil den Patienten Blut entnommen und das Plasma anschließend wieder injiziert wird.
  • „PRP“ steht für „Platelet Rich Plasma“: Unser Blutplasma enthält Wachstumsfaktoren, die die Zellerneuerung und Hautregeneration fördern.
  • Mit der Injektion erreicht man eine Verbesserung des Hautbildes und eine Kräftigung der Haare.
  • Die Behandlung ist schmerz- und risikoarm.
  • Empfohlen sind zwei bis drei Wiederholungen, die Ergebnisse halten ein Jahr an.
  • Die Preise für eine Sitzung starten bei 300 Euro.
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