Tattooentfernung: Was Dich erwartet erfährst Du bei uns!
Tattooentfernung!

Tätowierungen gibt es schon seit sehr langer Zeit und das rund um den Globus. Bereits an der berühmten Gletschermumie Ötzi ließen sich zahlreiche Tätowierungen vorfinden. Die Bedeutungen eines Tattoos ist jedoch immer unterschiedlich. Früher waren die Bilder in der westlichen Welt lange Zeit vor allem Matrosen und Sträflingen vorbehalten, erst sehr viel später, so um die 90er herum, wurden Tätowierungen zu einem Trend und immer mehr von der Gesellschaft akzeptiert. Auch heute erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Doch unser Geschmack ändert sich im Laufe des Lebens ständig und so kann es passieren, dass einem das gestochene Werk plötzlich nicht mehr gefällt. Wir klären Dich deshalb heute über die Tattooentfernung auf.

Wie genau funktioniert es, dass ein Tattoo auf der Haut verbleibt?

Tattoos sind für die Ewigkeit. Obwohl sie nach längerer Zeit leicht verblassen können, sind die Farbpigmente Deines Tattoos in die mittlere Hautschicht gestochen worden und so groß, dass sie durch keinen natürlichen Prozess im Körper abgebaut werden können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Tattooentfernung?

Falls Du Dich doch dafür entscheidest, ein Tattoo langfristig zu entfernen gibt es verschiedenste Methoden, die angewendet werden können.

Besonders häufig wird zur Tattooentfernung ein Laser verwendet. Dabei erhitzt der Laserstrahl die Farbpigmente stark, diese zerplatzen und Dein Körper kann sie nun abbauen. Der Vorteil einer Laserbehandlung besteht darin, dass sie nicht nur besonders wirksam, sondern auch relativ schmerzfrei ist. Trotzdem wirst Du einige Behandlungen einplanen müssen. Nur selten führt eine Laserbehandlung zu Narben. Seit kurzem gibt es in manchen Praxen die Möglichkeit, die Laserbehandlung mit einem speziellen PFD-Pflaster (PerFluorDecalin-Patch) zu kombinieren. Die Vorteile sind, dass das Pflaster die Haut kühlt und so mit einer stärkeren Laserstrahlung gearbeitet werden kann. Das bedeutet für Dich, dass Du weniger Sitzungen brauchst, bis die Tätowierung verschwunden ist.

Neben der Laserbehandlung gibt es auch die Möglichkeit einer Dermabrasion. Bei dieser Behandlung schleift der Arzt die oberste Hautschicht mit einem Sandstrahlgerät oder einer Fräse weg. Obwohl das sehr wirksam ist, besteht ein hohes Risiko, dass sich nach dieser Behandlung Narben bilden. Eine weitere Methode ist die Diathermie, bei der die Farbpartikel mithilfe von elektrischem Strom erhitzt werden. Die Farbpartikel verbrennen und die Haut beginnt sich von innen zu erneuern und stößt dabei die Farbpartikel ab. Auch hier besteht wieder ein erhöhtes Risiko der Narbenbildung und der Wundheilungsprozess kann lang andauern und schmerzhaft werden.

Für kleinere Tattoos gibt es auch die Möglichkeit das Tattoo chirurgisch zu entfernen, was sich Exzision (oder serielle Exzision) nennt. Dabei scheidet der Chirurg das Tattoo heraus und näht die umliegende Haut zusammen. Das ist nicht an jeder Körperstelle möglich und kann zu Narben führen. Allerdings benötigt man nur eine einzige Sitzung und das Tattoo ist auf jeden Fall beseitigt. Für großflächige Tattoos hingegen kann das Waterjet-Cutting zum Einsatz kommen. Unter Vollnarkose wird mit einem Wasserstrahl die tätowierte Haut unterhöhlt und die Farbpigmente dadurch weggespült. Diese Art der Tattooentfernung ist für jegliche Farben geeignet.

Weit verbreitet ist auch die Entfernung von Tattoos mit einer Bleichcreme. Die Haut wird langsam aufgehellt, was komplett schmerzfrei verläuft, allerdings bis zu einem halben Jahr dauern kann. Zudem ist eine Schädigung der oberen Hautschichten nicht ausgeschlossen. Nur noch selten werden Tattoos durch Milchsäure-Lösungen entfernt. Die Lösung wird unter die Haut gespritzt und hilft die Farbpartikel abzustoßen. Nebenwirkungen wie Entzündungen, Hautwucherungen und Narben sind dabei wahrscheinlich, weshalb wir dringend von dieser Methode abraten!

Wie lange dauert es, bis das Tattoo komplett verschwunden ist?

Wie lange es dauert, bis ein Tattoo vollständig entfernt ist, hängt von einigen Umständen ab. Dabei können unterschiedliche Hauttypen, Tattoofarbe, die Menge der Farbe und die Größe des Tattoos eine wichtige Rolle spielen. Ist das Tattoo nur oberflächlich gestochen, kann es bereits nach drei bis sechs Sitzungen entfernt sein. Bei professionellen Tattoos kann es durchwegs länger dauern, man geht von sechs bis zwölf Sitzungen aus.

Welche Tattoos lassen sich gut entfernen und bei welchen ist das nicht so einfach?

Tattoos die schwarz oder dunkelblau sind, lassen sich sehr gut entfernen. Bei farbigen Tattoos ist die chemische Zusammensetzung der Farben wichtig. Es gibt derzeit über 400 verschiedene Farbstoffe, manche lassen sich besser entfernen als andere. Wenn Farbstoffe verunreinigt sind, kann das zu Problemen führen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Je nachdem welche Methode Du zur Entfernung wählst und wie schmerzempfindlich Du bist, können damit Schmerzen in Verbindung stehen. Bei der Laserbehandlung ist der Schmerz etwa vergleichbar mit denen, die das Stechen des Tattoos verursacht haben. Deshalb werden die betroffenen Körperstellen vor der Behandlung meistens gekühlt. Wählst Du die Lasermethode mit dem speziellen Patch, dann ist die Behandlung in der Regel schmerzärmer.

Welche Komplikationen und Risiken können durch die Behandlung auftreten?

Auch die Risiken und Komplikationen sind von der Behandlungsmethode abhängig. Jedenfalls kann es aber mal zu Hautrötungen und kleineren Schwellungen kommen, die allerdings nach kurzer Zeit wieder zurückgehen. Manche Menschen reagieren allergisch auf die aufgesprengten Farbpigmente. Da es vor allem bei einer aggressiven oder falschen Behandlung zu einer vermehrten Entstehung von Narben kommen kann, solltest Du die Behandlung von einem geübten Arzt durchführen lassen.

Sieht man danach wirklich nichts mehr?

Tattoos können je nach Größe, Farbzusammensetzung, Hauttyp und gewählten Methode verschieden gut entfernt werden. Während sich schwarze Tattoos in der Regel recht gut entfernen lassen, ist dies bei farbigen Bilder nicht immer so einfach. In vielen Fällen sieht man nach einer abgeschlossenen Behandlung nichts mehr, es kann jedoch durchaus Ausnahmen geben. Grüne, rote und gelbe Tattoos lassen sich schwieriger entfernen. Außerdem solltest Du Dich darauf vorbereiten, dass durch das Stechen des Tattoos und die gewählte Entfernungsmethode die Hautstruktur sichtbar verändert sein kann.

Was muss ich nach der Tattooentfernung beachten?

Direkt nach der Behandlung solltest Du die Stelle kühlen, um eine Schwellung zu vermeiden. In den Wochen nach der Behandlung solltest Du außerdem die Sonne meiden beziehungsweise ausreichend starke Sonnencreme auftragen. Die Stelle muss immer sauber sein. Wenn nach Deiner Behandlung kleinere Blutungen auftreten oder sich Bläschen bilden, solltest Du die Stelle mit Wundsalbe behandeln. Wenn Du Dir ein neues Tattoo stechen möchtest, solltest Du damit zumindest ein halbes Jahr warten, damit sich Deine Haut regenerieren kann.

Mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen?

Die genauen Kosten lassen sich nur schwer festlegen, denn es kommt darauf an, wie groß das Tattoo ist, welche Farbe es besitzt und wie tief es gestochen wurde. Die Kosten können so bei etwa 80 Euro pro Sitzung beginnen und bis zu 500 Euro ansteigen.

Wir empfehlen Dir, die Entfernung eines Tattoos nur bei einem Spezialisten durchführen zu lassen, denn es kann einiges schiefgehen und unschöne Narben oder Wunden sind die Folgen.