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Tipps für Deine Haut bei Neurodermitis

Neurodermitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen weltweit, die im Gesicht und / oder am Körper auftritt. Die Haut ist sehr trocken, gerötet und juckt. Durch einen Gendefekt können die meisten Betroffenen nicht genügend Hautfette produzieren und leiden somit permanent unter zu trockener Haut. Neurodermitis ist nicht komplett heilbar, dennoch gibt es Therapiemaßnahmen und Tipps für den Alltag, durch die man ein beschwerdefreies Leben führen kann.

Insbesondere jetzt, wo die kälteren Wintermonate bevorstehen, machen sich die unangenehmen Symptome wie gereizte und trockene Haut stärker bemerkbar. Wenn die Temperaturen sinken, schalten unsere Talgdrüsen auf Sparflamme, produzieren auch weniger Fett und deshalb fehlen in der obersten Hautschicht ausreichend Feuchtigkeit und Fett (Lipide). Der ständige Wechsel von „draußen kalt – drinnen warm“ setzt der Haut zusätzlich zu. Die Haut benötigt daher in kühleren Zeiten mehr Pflege, um den sonst natürlichen Schutzfilm auszugleichen.

Mit ausreichender Pflege und einfachen Tipps kannst Du Deine Haut angenehmer und schmerzfreier durch die kalte Jahreszeit bringen. Wir haben für Dich elf Tipps für die richtige Hautpflege im Winter zusammengefasst:

Duschen oder baden sie nicht zu heiß und nicht zu lange!

Eine heiße Dusche im Winter kann nach einem langen Tag in der Kälte guttun. Jedoch solltest Du es damit nicht übertreiben. Wer zu oft duscht, zerstört den natürlichen Säureschutzmantel und bekommt trockene Haut. Reduziere die Wassertemperatur auf maximal 32 Grad und dusche nicht länger als nötig.

Richtige Reinigung der Haut!

Die tägliche Pflege der Haut ist für Neurodermitiker essenziell. Die Devise lautet hierbei: Weniger ist mehr! Bei trockener und empfindlicher Haut sollte man sparsam mit Reinigungsprodukten umgehen. Gut geeignet sind Duschgels oder Öle mit rückfettenden Inhaltsstoffen. Achte darauf, dass Du Produkte verwendest, die einen pH-Wert <7 haben. Um Rückstände auf der Haut zu vermeiden, solltest Du die Reinigungsprodukte gründlich abspülen. Jojobaöl, Olivenöl, Mandel- und Avocadoöl sind ebenfalls gut für Deine Haut.

Tipp: Ein kurzes Ölbad, ein- bis zweimal in der Woche, beruhigt die Haut und lindert den quälenden Juckreiz.

Trocken tupfen, anstatt zu reiben!

Durch das Trockentupfen der Haut verhinderst Du eine Reizung der Haut. Durch eine Reizung beginnt es nach dem Waschen oft zu jucken. Wenn Du dem Drang nach Kratzen nachgibst, wird die Haut dabei verletzt. Deine Haut kann sich dadurch entzünden und der Juckreiz wird leider nur stärker.

Eincremen nicht vergessen!

Jedes Waschen der Haut entzieht ihr weiteres Fett und Feuchtigkeit. Daher muss sie nach jedem Waschen eingecremt werden. Setze auf eine fettende Hautpflege und creme Deinen Körper morgens und abends gut ein!

Richtig heizen im Winter!

Trockene Luft entzieht der Haut Feuchtigkeit und starkes Schwitzen kann einen neuen Schub auslösen. Die Wohnräume sollten daher auf maximal 20 Grad geheizt werden und vergiss nicht regelmäßig zu Lüften.

Auf Luftfeuchtigkeit achten!

Bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad sollte die Raumfeuchtigkeit bei circa 40 bis 60 Prozent liegen. Zimmerpflanzen, oder eine Schüssel mit Wasser auf der Heizung kann Dir helfen die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren.

Finger weg von falschen Stoffen bei Kleidung!

Um nicht zu frieren, muss man bei eisigen Temperaturen zu dicker und wärmender Kleidung greifen. Dabei solltest Du um Kleidung, die die Haut zusätzlich reizt, einen großen Bogen machen. Grobmaschige Wollpullis oder Kleidung aus Kunststoffen sind ein absolutes NO-GO für Neurodermitiker. Kleidung aus Baumwolle, Seide oder Mikrofasern werden grundsätzlich besser vertragen. Auch wenn man ins Schwitzen kommt, kann dies Hautreizungen auslösen. Ziehe daher lieber mehrere Schichten im Zwiebellook an und achte auf atmungsaktives Material.

Gesicht & Hände vor Kälte schützen!

Unsere Hände und das Gesicht sind in der kalten Jahreszeit besonders stark betroffen. Sie kühlen schneller aus und sind Temperaturschwankungen und Kälte direkt ausgesetzt. Zusätzlich führt es, durch regelmäßiges Waschen von Händen und Gesicht, zu einem weiteren Verlust der natürlichen Hautschicht. Also sind Handschuhe, Schals und Mützen Pflicht!

Gesunde und ausgewogene Ernährung!

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützt die Haut zusätzlich von innen und liefert Nährstoffe sowie Vitamine. Halte Deinen Vitaminhaushalt im Gleichgewicht. Vitamine A, C und E, B-Vitamine, Selen, Kupfer und Zink sind besonders gute Helfer für eine schöne Haut. Wir empfehlen, täglich ausreichend saisonales Obst oder Gemüse aus der Region zu essen. Produkte aus der Region haben in der Regel mehr Vitamine. Vitamine A, C und E, B-Vitamine, Selen, Kupfer und Zink sind besonders gute Helfer für eine schöne Haut.

Ausreichend trinken!

Auch wenn im Winter das Durstgefühl weniger stark ausgeprägt ist, braucht Dein Körper viel Flüssigkeit. Trinke mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertees und verzichte im besten Fall auf alkoholische oder stark gezuckerte Getränke.

Stress vermeiden!

Seelischer Stress spiegelt sich bei Neurodermitis auch im Zustand der Haut wider. Gerade in der Vorweihnachtszeit neigt man dazu, sich doch zu viel auf einmal zuzumuten. Geschenke besorgen, Großputz vor den Feiertagen… und schon steht der nächste Neurodermitis-Schub an. Versuche am besten einen Zeitplan anzulegen und plane ausreichend Ruhepausen für
Dich ein. Entspannungsübungen wie Yoga und Meditation können Dir dabei helfen, Stress zu reduzieren.

Mit diesen Tipps, sollte die kalte Jahreszeit auch für Dich als Neurodermitis-Patient einen Großteil ihres Schreckens verlieren. Mehr Infos zum Thema Neurodermitis und Therapiemöglichkeiten findest Du hier.

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