Das perfekte Lächeln

Was gibt es schöneres, als ein Lächeln von seinem Gegenüber? “The ability to express emotional intent via facial expression is a foundational aspect of social interaction and nonverbal communication”, sagen die US-amerikanischen Forscher. Doch nicht jedes Lächeln wirkt positiv. Eines gleich vorweg: Das perfekte Lächeln gibt es nicht. Allerdings konnte eine Studie aus Minnesota belegen, wie verschiedene Lächel-Arten beim Gegenüber ankommen. Untersucht wurden die Stellung der Mundwinkel, die Breite des Lächelns, die dynamische Symmetrie und auch wie stark die Zähne zu sehen sind. Die Ergebnisse der Studie können für die plastisch-rekonstruktive Chirurgie wichtige Erkenntnisse bieten.

Methode

Die Forscher generierten verschiedene Arten eines Lächelns, wobei die Stellung der Mundwinkel, die Breite des Lächelns, die dynamische Symmetrie und auch die Stärke sichtbaren Zähne systematisch manipuliert wurden. Ein Sample aus mehr als 800 ProbandInnen bekam die lachenden Gesichter zu sehen und sollten diese nach Effektivität, Echtheit, Freundlichkeit und wahrgenommener emotionaler Absicht bewerten. Anhand dieser Daten errechneten die Forscher das “gelungene Lächeln”.

Ergebnis

“We found that a successful smile can be expressed via a variety of different spatiotemporal trajectories, involving an intricate balance of mouth angle, smile extent, and dental show combined with dynamic symmetry.” Weniger ist dabei mehr. Ein zu breites Lächeln wurde von den ProbandInnen nicht unbedingt angenehm empfunden, während ein zu schmales Lächeln eher falsch und unangenehm bewertet wurde.

Die wichtigsten Merkmale eines “erfolgreichen Lächelns” ergeben sich hauptsächlich aus der Kombination folgender drei Punkte: Mundwinkel, Umfang des Lächelns und Stärke der erkennbaren Zähne. Damit das Lächeln angenehm empfunden wird, sollten bei einem schmalen Lächeln die Zähne eher weniger star erkennbar sein, bei einem breiten Lächeln können sie es angenehmer machen. Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass ein leicht asymmetrischen Lächeln, wenn sich die Mundwinkel also verzögert bewegen, als besonders erfolgreich empfunden wird.

Diese Ergebnisse sind einheitlich mit bereits vorangegangenen Studienergebnissen des “Smile Designs”, wobei dynamische Symmetrien das Lächeln vitaler, dynamisch, einzigartig und natürlicher wirken lassen.

Speziell nach schweren Unfällen oder Krankheiten, wenn die Lachfunktion der Patienten eingeschränkt ist, können diese Studienergebnisse hilfreich für die plastisch-rekonstruktive Chirurgie sein.

Quelle:

Nathaniel E. Helwig, Nick E. Sohre, et al.: Dynamic properties of successful smiles. PLOS Journal, Juni 28, 2017.